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Pflanzen

Iboga: The Ultimate Guide (Effects, Constituents & Legal Status)

Iboga: Der ultimative Leitfaden (Wirkung, Inhaltsstoffe & Rechtslage)

TL;DR — Iboga in Kürze: Iboga (Tabernanthe iboga) ist ein zentralafrikanischer Strauch aus der Familie der Hundsgiftgewächse (Apocynaceae), dessen Wurzelrinde das Indolalkaloid Ibogain enthält. Seit Jahrhunderten ist Iboga das Sakrament der Bwiti-Religion Gabuns (seit 2022 UNESCO-Immaterielles Kulturerbe). In den letzten Jahren rückt Iboga durch Studien zu Sucht, PTBS und Depression in den Fokus der modernen Neurowissenschaft — zuletzt durch die Stanford-Studie 2023 und den US-Executive-Order vom April 2026. Indolalkaloid · Tabernanthe iboga Ibogaine (1R,15R,17S,18S)-17-ethyl-7-methoxy-3,13-diazapentacyclo[13.3.1.02,10.04,9.013,18]nonadeca-2(10),4(9),5,7-tetraene Summenformel: C20H26N2O Molekulargewicht: 310.4 g/mol CAS: 83-74-9 Mehr über Ibogaine → Was es ist: Wurzelrinde des Strauchs Tabernanthe iboga, Hauptalkaloid Ibogain (CAS 83-74-9). Herkunft: Gabun, Kamerun, Republik Kongo — sakraler Gebrauch in der Bwiti-Tradition. Wirkung: Ibogain wirkt auf Serotonin-Wiederaufnahme, NMDA-Rezeptoren, Kappa-Opioid- und Sigma-2-Rezeptoren — mechanistisch einzigartig, nicht mit klassischen Psychedelika vergleichbar. Forschung: Stanford 2023 (Cherian et al., Nature Medicine), MAPS-Studien, Texas Ibogaine Initiative (USD 100 Mio., 2025). Rechtslage DE: Legal — weder Tabernanthe iboga noch Ibogain sind im BtMG oder NpSG gelistet (Stand April 2026). Keine Zulassung als Arznei- oder Lebensmittel. Sicherheit: Kardiale Risiken (QT-Verlängerung) — ohne ärztliche Voruntersuchung kann Iboga in ca. 1 von 300 Fällen potenziell lebensbedrohlich sein. Bei amama: Iboga-Wurzelrinde als traditionelles Ethnobotanikum / Sammlerware — nicht zum Verzehr, nicht als Medizin. Archivbild Tabernanthe iboga — botanical specimen · Ji-Elle · 2018-05-24 Tabernanthe iboga im botanischen Garten Meise, Belgien. Jardin botanique de Meise · CC BY-SA 3.0 Was ist Iboga? Iboga bezeichnet den niedrig wachsenden Strauch Tabernanthe iboga (Baill., 1889) aus der Familie der Apocynaceae (Hundsgiftgewächse) — verwandt mit Immergrün (Vinca), Oleander und Rauwolfia serpentina. Die Pflanze erreicht 1–2 Meter Höhe, wächst im Unterholz zentralafrikanischer Regenwälder und trägt gelb-orangene, essbare Früchte. Der medizinisch und kulturell relevante Pflanzenteil ist jedoch die Wurzelrinde, in der die charakteristischen Indolalkaloide konzentriert sind. Wichtig ist die terminologische Unterscheidung: Iboga = die gesamte Pflanze oder die zubereitete Wurzelrinde (traditioneller Kontext). Ibogain = das isolierte Hauptalkaloid (pharmakologischer/klinischer Kontext). In der Fang-Sprache Gabuns heißt die Pflanze „eboka" — ein Begriff, der sowohl die Pflanze als auch das daraus bereitete Sakrament umfasst. Die Mitsogho und Fang Gabuns nutzen Iboga nach ethnobotanischen Schätzungen seit mindestens mehreren Jahrhunderten, möglicherweise länger, als Medizin, Jagdhilfe (niedrig dosiert zur Wachsamkeit) und vor allem als spirituelles Sakrament. Botanisch bemerkenswert: Die Apocynaceae sind eine alkaloidreiche Familie. Viele ihrer Mitglieder produzieren komplexe Indol- und Monoterpenalkaloide — von Vincristin (Onkologie) über Reserpin (Blutdruck) bis hin eben zu Ibogain. Iboga ist kein Einzelfall, sondern Teil einer pharmakologisch dichten Pflanzenfamilie. Indolalkaloid · Tabernanthe iboga Ibogaine (1R,15R,17S,18S)-17-ethyl-7-methoxy-3,13-diazapentacyclo[13.3.1.02,10.04,9.013,18]nonadeca-2(10),4(9),5,7-tetraene Summenformel: C20H26N2O Molekulargewicht: 310.4 g/mol CAS: 83-74-9 Zum Substanzprofil: Ibogaine → Herkunft: Die Bwiti-Tradition Die Bwiti-Religion ist das kulturelle Herz der Iboga-Nutzung. Sie entstand bei den Mitsogho im zentralen Gabun und breitete sich im 19. und 20. Jahrhundert auf die Fang und weitere Volksgruppen aus. Heute ist Bwiti eine anerkannte Religion Gabuns mit eigenen Tempeln, Priestern (nganga) und Liturgie. 2022 wurde die Bwiti-Tradition von der UNESCO als Immaterielles Kulturerbe der Menschheit anerkannt — ein kulturpolitischer Meilenstein. Die Initiation Im Zentrum der Bwiti-Praxis steht die Initiation (bwete), ein mehrtägiges Ritual, in dem der Initiand eine hohe Dosis Iboga-Wurzelrinde einnimmt. Die Zeremonie folgt einer präzisen Struktur: Vorbereitung: Tage bis Wochen der Diät, Reinigung, Fragen an die Gemeinschaft. Der Ritus: Einnahme der Wurzelrinde in einem Tempel (mbandja), begleitet von ngombi-Harfe, rituellen Gesängen und dem Feuer. Die Reise: Die Wirkung setzt nach 30–60 Minuten ein und dauert 12–36 Stunden; der Initiand durchlebt intensive visionäre Phasen, gefolgt von tiefer Introspektion. Die Rückkehr: Die Gemeinschaft begleitet den Initianden, deutet Visionen und integriert das Erlebte in den sozialen Kontext. Der Bwiti-Kontext unterscheidet sich fundamental von jeder rekreativen Nutzung: Iboga ist hier Sakrament, nicht Droge — eingebettet in Jahrhunderte tradiertes Wissen, kardiale Erfahrungswerte der Eingeweihten und ein rituelles Gerüst, das Risiken reduziert. Westliche Rezeption Europäische Pharmakologen erwähnten iboga erstmals Ende des 19. Jahrhunderts. Die systematische Erforschung begann mit Léon Pales (1950er, koloniale Ethnobotanik Gabuns) und intensivierte sich in den 1960ern durch Arbeiten zur Alkaloidchemie. Der chilenische Psychiater Claudio Naranjo (1969) publizierte die ersten westlichen klinischen Beobachtungen zur therapeutischen Nutzung niedriger Ibogain-Dosen. Der entscheidende Impuls zur Suchtforschung kam jedoch durch Howard Lotsof (1962), der die kravings-unterbrechende Wirkung zufällig an sich selbst entdeckte und in den 1980ern patentierte. Die Wirkstoffe: Ibogain und seine Begleitalkaloide Eigenschaft Wert Wissenschaftlicher Name Tabernanthe iboga (Baill., 1889) Familie Apocynaceae (Hundsgiftgewächse) Hauptalkaloid Ibogain (Ibogaine), CAS 83-74-9 Summenformel C₂₀H₂₆N₂O (MW 310,43 g/mol) PubChem CID 3689 Weitere Alkaloide Noribogain, Tabernanthin, Ibogamin, Coronaridin Anteil Ibogain in Wurzelrinde ca. 3 % der Trockenmasse Herkunft Zentralafrika — Gabun, Kamerun, Kongo Traditionelle Nutzung Bwiti-Religion (Initiationsritus) Rechtsstatus (DE) Legal — weder im BtMG noch NpSG gelistet Ibogain: Ein Alkaloid mit einzigartigem Profil Ibogain ist ein Indolalkaloid vom Tryptamin-Typ — strukturell also entfernt verwandt mit Serotonin, DMT oder Psilocin, pharmakologisch jedoch fundamental anders. Während klassische Psychedelika primär als 5-HT2A-Agonisten wirken, bindet Ibogain an mehreren Rezeptorsystemen gleichzeitig: Serotonin-Wiederaufnahmehemmung (SERT): ähnlich SSRIs, aber deutlich komplexer. NMDA-Rezeptor-Antagonismus: vergleichbar mit Ketamin — relevant für Neuroplastizität und Suchtmechanismen. Kappa-Opioid-Aktivität: partieller Agonist — involviert in Dysphorie, aber auch in Reset-Mechanismen. Sigma-2-Rezeptor-Affinität: ein noch wenig verstandenes Target, möglicherweise relevant für die visionäre Qualität. nAChR-Modulation: Effekte auf nikotinische Acetylcholinrezeptoren, was die Berichte zur Raucherentwöhnung stützt. Aus diesem polyrezeptoralen Profil speist sich die „Neuronal-Reset"-Hypothese (Alper, 2012; Glick & Maisonneuve): Ibogain soll dopaminerge Belohnungspfade, die bei chronischem Substanzkonsum dysreguliert sind, gewissermaßen „neu kalibrieren". Studien legen nahe, dass ein einzelner Ibogain-Kontakt die Ausschüttung neurotropher Faktoren (GDNF, BDNF) im ventralen Tegmentum anhebt — ein plausibler Mechanismus für die berichtete lange Nachwirkung. Noribogain: Der lange Atem Ibogain wird in der Leber über CYP2D6 zu Noribogain (12-Hydroxyibogamin) metabolisiert. Noribogain ist pharmakologisch aktiv, wirkt stärker an SERT und hat eine deutlich längere Halbwertszeit als Ibogain selbst. Die oft berichtete „Nachphase" von Tagen bis Wochen nach einer Zeremonie wird maßgeblich Noribogain zugeschrieben. Klinisch relevant: CYP2D6-Poor-Metabolizer (~7 % der Europäer) bauen Ibogain langsamer ab — ein zusätzlicher Sicherheitsfaktor, der vor jedem ceremoniellen Einsatz geklärt werden sollte. Begleitalkaloide Die Iboga-Wurzelrinde enthält neben Ibogain ein komplexes Alkaloidspektrum: Tabernanthin — strukturell nah an Ibogain, geringere Potenz. Ibogamin — mildere Wirkung, möglicherweise an antiarrhythmischen Effekten beteiligt (Gegenstand aktueller Forschung). Coronaridin — mit eigenem pharmakologischem Profil, u. a. antiplasmodial untersucht. Diese Begleitalkaloide sind Grund, warum Befürworter des „Total Alkaloid Extract" (TA) die Ganzpflanze gegenüber reinem Ibogain-HCl bevorzugen — das klassische Phyto-Argument der Synergie. Klinische Evidenz dafür ist allerdings begrenzt; Stanford und die meisten modernen Studien arbeiten mit reinem Ibogain. Archivbild Iboga root bark pieces · Kim Gjerstad · 2011-11-22 Getrocknete Wurzelrindenstücke von Tabernanthe iboga — die klassische Zubereitung in der Bwiti-Zeremonie. Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0 Wirkung: Was berichten Nutzer? Zur Einordnung: Die folgenden Beschreibungen stützen sich auf ethnographische Berichte (Fernandez, 1982), klinische Beobachtungen aus Retreat-Zentren und Fallberichte — keine klinischen Wirkungsaussagen. Jeder Mensch reagiert individuell. Berichtet wird über zwei Phasen einer vollständigen zeremoniellen Iboga-Erfahrung: Phase 1 — Akut-visionäre Phase (ca. 4–18 Stunden) Nutzer beschreiben diese Phase als „Flood" oder „Flooding": Setzt 30–90 Minuten nach Einnahme ein. Ausgeprägte, oft autobiographische Bildsequenzen — Erinnerungen, Lebensthemen, innere Szenen. Häufig mit geschlossenen Augen; offene Augen empfinden viele als überfordernd. Starke körperliche Dimension: Ataxie, Bewegungsunruhe oder -blockade, Übelkeit (in der Bwiti-Tradition als Reinigung gedeutet), akustische Hyperakusis („Audio-Gehirn"). Qualitativ nicht euphorisch — Nutzer betonen den ernsten, oft konfrontativen Charakter. Phase 2 — Reflexive Phase (ca. 18–36+ Stunden) Visionen klingen ab, Wachsamkeit bleibt hoch — Schlaf meist erst nach 24–48 Stunden möglich. Introspektive Analyse des Erlebten, emotionale Verarbeitung. Berichtet werden: reduzierte Substanzkravings (vor allem bei Opioiden, Nikotin, Alkohol), emotionale Klarheit, verändertes Selbstbild. Nachwirkung: Viele Nutzer berichten eine „offene Fensterphase" von 2–6 Wochen, in der Verhaltensänderungen leichter fallen — mutmaßlich Noribogain-vermittelt. Traditionelle Zeremonialdosis vs. Mikrodosis Zeremonielle Dosis (Flood): in Bwiti-Ritualen hoch, über Stunden eingenommen, immer unter ritueller Aufsicht. Mikrodosis-Bereich: deutlich niedriger, nicht visionär, in einigen Communities für mentale Klarheit und Stimmungsmodulation berichtet. Wissenschaftliche Evidenz dafür ist sehr begrenzt; die kardialen Risiken bestehen auch in niedrigen Dosen. Ausführlicher Artikel: Iboga-Wirkung im Detail. Iboga & Sucht: Was die Forschung zeigt Die moderne Forschung zu Ibogain konzentriert sich auf drei Indikationen: Opioidabhängigkeit, PTBS/Trauma und Depression/Angst. Stanford 2023 — der Durchbruch Die Studie Cherian et al., Nature Medicine (2024, online 2023) untersuchte 30 US-Veteranen mit Traumatic Brain Injury (TBI) und PTBS, die in Mexiko eine einzelne Ibogain-Behandlung kombiniert mit intravenösem Magnesium (als QT-Schutz) erhielten. Ergebnisse: Signifikante Reduktion von PTBS-, Depressions- und Angstsymptomen. Anhaltende Verbesserung über Monate nach einer einzigen Sitzung. Verbesserungen neuropsychologischer Funktionen (Exekutivfunktion, Verarbeitungsgeschwindigkeit). Keine schweren kardialen Ereignisse unter Magnesium-Protokoll und Screening. Die Studie ist klein und unkontrolliert — aber die Effektstärken und die Persistenz machen sie zu einem der meistzitierten Belege für weitere RCTs. MAPS, HAI, GITA MAPS (Multidisciplinary Association for Psychedelic Studies) führt Beobachtungsstudien und plant RCTs. Das HAI-Programm (Healing Addiction with Ibogaine) sammelt Langzeitdaten aus Retreat-Kontexten. Die Global Ibogaine Therapy Alliance (GITA) publizierte 2015 klinische Leitlinien (Screening, Dosierung, Monitoring) — bis heute De-facto-Standard seriöser Anbieter. Der Opioid-Kontext Ibogain zeigt eine Eigenschaft, die sonst kein bekanntes Molekül bietet: Es unterbricht akuten Opioidentzug innerhalb von Stunden, ohne selbst opioidagonistisch zu wirken. Die klinische Hypothese: Ibogain und Noribogain „resetten" dopaminerge Belohnungspfade, die durch chronischen Opioidkonsum dysreguliert sind. Für Betroffene mit jahrelanger Heroin- oder Fentanyl-Abhängigkeit ist das revolutionär — weshalb Texas 2025 USD 100 Millionen für klinische Ibogain-Forschung bereitstellte, die größte Einzelinvestition in psychedelische Forschung in der US-Geschichte. Ausführlich: Iboga & Therapie — Forschung und Protokolle. Vergleich zu klassischen Psychedelika: Iboga vs. Psilocybin. Rechtslage in Deutschland und Europa Deutschland: Legal — aber kein Medikament Stand April 2026: Weder Tabernanthe iboga (Pflanze, Wurzelrinde) noch Ibogain sind in einer Anlage des Betäubungsmittelgesetzes (BtMG, Anlagen I–III) gelistet. Auch das Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz (NpSG) erfasst Ibogain nicht — dessen Stoffgruppendefinition zielt auf synthetische Cannabinoide, Cathinone, Phenethylamine und bestimmte Tryptamine, deckt das Iboga-Alkaloidprofil jedoch nicht. Konsequenz: Kauf, Besitz und Verkauf von Iboga-Wurzelrinde als traditionelles Ethnobotanikum sind in Deutschland legal. Aber: Ibogain ist nicht als Arzneimittel zugelassen (weder in DE noch EU-weit). Iboga ist nicht als Lebensmittel zugelassen (Novel-Food-Status unklar; Verzehr ist kein zulässiger Zweck). Medizinische Werbeaussagen (Heilversprechen) sind unzulässig (HWG, LMIV). amama verkauft Iboga ausschließlich als traditionelle botanische Sammlerware / Ethnobotanikum, nicht zum Verzehr und nicht zur medizinischen Nutzung. Details und Quellen: Iboga & Rechtslage Deutschland 2026. Europa-Überblick Land Status Deutschland Legal (weder BtMG noch NpSG) Niederlande Legal — aktive Behandlungszentren im Amsterdam-Raum Portugal Legal — Retreat-Kliniken, u. a. Tabula Rasa Retreat (Sintra) Spanien Graubereich — Retreats existieren (z. B. Madera Sagrada, Órgiva) Schweiz Verboten — als kontrollierter Stoff gelistet Österreich Graubereich — nicht explizit gelistet, aber Arzneimittelrecht greift Frankreich Verboten (seit 2007) Belgien Verboten Großbritannien Verboten (Psychoactive Substances Act 2016) Irland Verboten Norwegen Verboten Schweden Verboten Deutschsprachige Interessierte, die eine begleitete Ibogain-Behandlung suchen, reisen praktisch überwiegend in die Niederlande oder nach Portugal. USA: Der Trump-Executive-Order (April 2026) International ist der größte regulatorische Umbruch seit Jahrzehnten in Gang: Bislang ist Ibogain in den USA Schedule I (illegal). Am 18. April 2026 unterzeichnete Präsident Trump einen Executive Order, der die FDA-Prüfung von Ibogain beschleunigt. Der Kontext: Texas Ibogaine Initiative (2025): USD 100 Mio. für Forschung, angestoßen von Ex-Gouverneur Rick Perry und W. Bryan Hubbard. Joe Rogan diskutierte Ibogain in JRE #2477 (1. April 2026) mit Rick Perry und Hubbard; Rogan war bei der Unterzeichnung im Weißen Haus anwesend. In den Tagen davor textete Rogan Trump zum Thema; Trumps gemeldete Antwort: „Sounds great. Do you want FDA approval? Let's do it." Folge: FDA-Fast-Track für Phase-2- und Phase-3-Studien, erwartete Zulassungsentscheidung 2028–2030. Die europäische EMA folgt erfahrungsgemäß US-Präzedenzfällen mit 2–4 Jahren Verzögerung — eine mögliche EU-Zulassung liegt frühestens Anfang 2030er Jahre im Bereich des Denkbaren. Sicherheit und Risiken ⚠ SICHERHEITSHINWEIS — KARDIALES RISIKO: Ibogain kann das QT-Intervall verlängern und in seltenen Fällen zu lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen (Torsade de Pointes) führen. Laut GITA-Leitlinien und publizierten Fallsammlungen liegt das Risiko eines potenziell tödlichen Ereignisses bei ca. 1 von 300 Fällen ohne kardiologische Voruntersuchung. Eine zeremonielle oder therapeutische Nutzung erfordert zwingend: EKG, Elektrolytstatus (Magnesium, Kalium), Medikamenten-Screening, ärztliches Monitoring. Konkrete Risikofaktoren QT-Verlängerung: Ibogain verlängert dosisabhängig das QT-Intervall. Risiko: Torsade de Pointes, Herzstillstand. Elektrolytstörungen: Niedriges Magnesium oder Kalium potenziert das Risiko — Grund, warum moderne Protokolle (Stanford) Magnesium i. v. koadministrieren. CYP2D6-Status: Poor Metabolizer haben erhöhte Ibogain-Spiegel. Begleitmedikation: Kontraindiziert sind insbesondere - SSRIs/SNRIs/MAO-Hemmer (Serotoninsyndrom-Risiko), - Opioide (QT- und Atemdepression), - Antiarrhythmika, Antipsychotika, bestimmte Antibiotika (QT-additiv), - Stimulanzien. Vorerkrankungen: Herzerkrankungen, Long-QT-Syndrom, Leberinsuffizienz, schwere psychiatrische Erkrankungen (insb. Psychosen) sind Kontraindikationen. Warum Retreat-Zentren arbeiten, wie sie arbeiten Seriöse Zentren in den Niederlanden und Portugal verlangen vor einer Behandlung: EKG, Blutbild, Lebermetabolit-Test, Medikamentenanamnese, psychiatrisches Assessment. Während der Sitzung: kontinuierliches EKG-Monitoring, intravenöser Zugang, ärztliche Präsenz. Genau dieser Aufwand erklärt die Sicherheitsbilanz der wissenschaftlichen Studien im Kontrast zu unbegleiteten Selbstversuchen. amama und Iboga: klare Positionierung amama vertreibt Iboga-Wurzelrinde ausschließlich als traditionelles Ethnobotanikum / Sammlerware. Wir: verkaufen nicht als Arzneimittel, verkaufen nicht als Lebensmittel, machen keine Heilversprechen, empfehlen keine Dosierungen zum Verzehr, verweisen Interessierte mit therapeutischem Anliegen an akkreditierte Behandlungszentren in den Niederlanden oder Portugal. Iboga kaufen: Was amama anbietet Als Berliner Ethnobotanik-Smartshop (Online: amama.space, stationär in Berlin-Neukölln) führen wir ausgewählte Iboga-Produkte mit nachvollziehbarer Herkunft: Iboga-Wurzelrinde (Tabernanthe iboga) — ethisch gesourct, idealerweise aus nachhaltigem Anbau (nicht aus Wildsammlung des gefährdeten Wildbestands in Gabun). Laboranalyse auf Identität und Kontaminanten. Traceable Sourcing — dokumentierte Lieferkette. Deklaration als traditionelles Ethnobotanikum, nicht zum Verzehr. Unsere Auswahl Iboga Tabernanthe iboga is a perennial rainforest shrub native to Central Africa, particularly Gabon and Cameroon, where it has been used for centuries in Bwiti initiation ceremonies. The root bark… → Zur Collection Vollständige Kollektion: COLLECTION: iboga Verwandte Themen Die vertiefenden Spokes zu diesem Leitfaden: Iboga-Wirkung im Detail — Phasen, Mechanismus, Nutzerberichte. Iboga & Rechtslage Deutschland 2026 — BtMG, NpSG, Europa-Übersicht, US-Update. Iboga & Therapie — Stanford-Studie, MAPS, Behandlungszentren. Iboga vs. Psilocybin — Mechanismus, Dauer, Einsatzfelder. Verwandte Ethnobotanika bei amama: → Ibogain Substanzprofil — Chemie, Pharmakologie & Quellen In welchen Formen ist Iboga typischerweise erhältlich? Iboga begegnet einem in mehreren Formaten — jedes mit unterschiedlicher Alkaloidkonzentration, Handhabung und traditioneller Einordnung. Wurzelrinde-SpäneDas traditionelle Bwiti-Format. Ibogain-Konzentration ~3% des Trockengewichts. Am nächsten zur ursprünglichen zeremoniellen Anwendung. Iboga Pulver (gemahlen)Fein gemahlene Wurzelrinde. Gleiche Alkaloidkonzentration wie Späne; leichter zu wiegen und homogenisieren. Iboga KapselnVorportionierte Wurzelrinde in Kapseln. Praktisch für Referenz-Dosierung oder Mikrodosierungs-Protokolle. Iboga Tinktur / TropfenAlkohol- oder glycerin-basierter Flüssigextrakt. Variable Konzentration; Qualitätsverifizierung ist entscheidend. Ibogain HCl / ExtraktIsoliertes Alkaloid als Salz. Das potenteste Format und das in der klinischen Forschung und in Behandlungszentren verwendete. RäucherwerkManche Anbieter positionieren Iboga-Material als zeremonielles Räucherwerk. Das pharmakologische Profil von verbranntem Iboga unterscheidet sich erheblich von oraler Anwendung. Was amama führt: wenn vorrätig, fokussiert unser Iboga-Sortiment auf Wurzelrinde-Späne und gemahlene Wurzelrinde — am nächsten zur traditionellen Anwendung. Wir verkaufen aktuell keine Kapseln, Tinkturen oder konzentrierten Ibogain-Extrakte. Zur Iboga-Kollektion → Für Chemie, Wirkmechanismus und veröffentlichte Forschung zum Hauptalkaloid: Ibogain — Substanzprofil →

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Kratom vs. Kanna: Two Plants Compared

Kratom vs. Kanna: Zwei Pflanzen im Vergleich

TL;DR Botanischer Name Mitragyna speciosa (Korthals, 1839) Pflanzenfamilie Rubiaceae (Rötegewächse / Kaffeefamilie) Herkunft Südostasien — Thailand, Malaysia, Indonesien (Borneo) Hauptalkaloide Mitragynin (~66 %), 7-Hydroxymitragynin (~2 %) Erhältliche Formen Pulver, Kapseln, Flüssigextrakt Rechtsstatus (DE) Legal — weder im BtMG noch im NpSG gelistet Dies ist der siebte und letzte Artikel unserer Kratom-Serie. Den übergeordneten Kontext zu Mitragyna speciosa findest du im Kratom-Leitfaden. Einen eigenständigen Kanna-Pillar veröffentlichen wir in Kürze — bis dahin bietet dieser Vergleich die ersten Eckdaten zu Sceletium tortuosum. Kurz & knapp Kratom und Kanna sind zwei der wichtigsten legalen Ethnobotanika auf dem deutschen Markt. Beide haben dokumentierte traditionelle Anwendungen: Kratom in Südostasien (Thailand, Malaysia, Kalimantan) als Tee oder Kaubblatt, Kanna bei den Khoisan im südlichen Afrika als fermentiertes Fermentationsprodukt (kougoed). Beide sind im Betäubungsmittelgesetz (BtMG) und im Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz (NpSG) nicht gelistet. Trotz dieser Parallelen unterscheiden sich die beiden Pflanzen pharmakologisch grundlegend. Kratom wirkt primär am Opioid-System, Kanna am Serotonin-System. Dieser Unterschied bestimmt, wann welche Pflanze sinnvoll ist — und wann nicht. Archivbild Mitragyna speciosa — Botanical Illustration (Korthals, 1839) · Pieter Willem Korthals · 1839 Originale botanische Tafel aus Korthals' Erstbeschreibung von Mitragyna speciosa (1839) — die erste wissenschaftliche Klassifikation des Kratom-Baumes. Dutch Colonial Botanical Survey, Netherlands East Indies · Public Domain Mechanismus im Vergleich Eigenschaft Kratom (*Mitragyna speciosa*) Kanna (*Sceletium tortuosum*) Pflanzenfamilie Rubiaceae (Kaffeegewächse) Aizoaceae (Mittagsblumengewächse) Herkunft Südostasien (Borneo, Thailand, Malaysia) Südliches Afrika (Karoo, Südafrika) Primärer Wirkstoff Mitragynin, 7-Hydroxymitragynin Mesembrin, Mesembrenon, Mesembrenol Hauptmechanismus Partieller μ-Opioid-Rezeptor-Agonist (G-Protein-bias) Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SRI) + PDE4-Inhibitor Sekundäre Aktivität Adrenerg, serotonerg VMAT-2-Modulation Wirkprofil Entspannend bis aktivierend (sortenabhängig) Stimmungsaufhellend, sozial, klar Onset (oral) ca. 15–30 Minuten ca. 20–45 Minuten Dauer ca. 3–5 Stunden ca. 2–4 Stunden Abhängigkeitspotenzial Möglich bei Dauerhochkonsum Gering (nach derzeitigem Forschungsstand) Rechtslage (DE) Legal (nicht in BtMG/NpSG gelistet) Legal (nicht in BtMG/NpSG gelistet) Kombination mit SSRIs Vorsicht Kontraindiziert Die Tabelle zeigt: Kratom und Kanna sind keine Varianten desselben Prinzips, sondern zwei eigenständige pharmakologische Systeme. Details zum Kratom-Mechanismus findest du im Artikel zu Mitragynin und im Überblick zur Kratom-Wirkung. Indolalkaloid · Mitragyna speciosa Mitragynine methyl (E)-2-[(2S,3S,12bS)-3-ethyl-8-methoxy-1,2,3,4,6,7,12,12b-octahydroindolo[2,3-a]quinolizin-2-yl]-3-methoxyprop-2-enoate Summenformel: C23H30N2O4 Molekulargewicht: 398.5 g/mol CAS: 4098-40-2 Zum Substanzprofil: Mitragynine → Kratom: Wann ist es die bessere Wahl? Kratom eignet sich — so berichten traditionelle und moderne Nutzer — besonders für: Abendliche Entspannung mit rotvenigen Sorten wie Red Mamba Körperlich geprägte Erfahrung: Nutzer beschreiben häufig eine "body-heavy" Qualität, die sich deutlich von serotonergen Substanzen unterscheidet Umgang mit körperlichem Unbehagen: in der Grundmann-Umfrage (2017, n=8.049) nannten viele Teilnehmer physisches Discomfort-Management als Hauptmotivation Alkaloid-Komplexität für erfahrene Botanik-Interessierte, die das Zusammenspiel von Mitragynin, 7-OH-Mitragynin, Speciociliatin, Speciogynin und Paynanthein schätzen Sortenflexibilität: White, Green und Red Vein bieten je nach Tageszeit unterschiedliche Profile Weniger geeignet, wenn du tagsüber hochkonzentriert arbeiten musst, SSRIs einnimmst (theoretisches serotonerges Risiko) oder mit Opioid-Medikamenten oder ZNS-Dämpfern kombinieren müsstest. Produkt Red 'Mamba' Kratom Extract Introducing the Red 'Mamba' Kratom Extract - a pure and powerful extract made from the finest Kratom leaves. Indulge in a smooth and satisfy… Ausverkauft Kanna: Wann ist es die bessere Wahl? Kanna (Sceletium tortuosum) hat ein deutlich anderes Einsatzgebiet. Nutzer berichten typischerweise: Tagsüber verwendbare Stimmungsaufhellung ohne ausgeprägte Sedierung Soziale Leichtigkeit: die PDE4-Hemmung und SRI-Aktivität werden mit reduzierter sozialer Anspannung in Verbindung gebracht Klarer Kopf: anders als Kratom in höheren Dosen bleibt die kognitive Klarheit nach Nutzerberichten weitgehend erhalten Milde Fokus-Unterstützung — eine 2013 publizierte Studie (Terburg et al.) zeigte in der Bildgebung reduzierte Amygdala-Reaktivität unter Zembrin-Extrakt Absolut kontraindiziert: die gleichzeitige Einnahme von SSRIs, SNRIs, MAO-Hemmern oder anderen serotonergen Substanzen. Der Mesembrin-Mechanismus macht Kanna zu einer der wenigen Ethnobotanika mit klarem Serotonin-Syndrom-Risiko bei solchen Kombinationen. Wechselwirkungen und Sicherheit Kratom — Vorsicht bei: Opioid-Medikamenten (additive Wirkung am μ-Rezeptor) ZNS-Dämpfern (Benzodiazepine, Alkohol, Gabapentinoide) MAO-Hemmern CYP3A4- und CYP2D6-Inhibitoren (metabolische Interferenz) Kanna — kontraindiziert bei: SSRIs (Citalopram, Sertralin, Fluoxetin etc.) SNRIs (Venlafaxin, Duloxetin) MAO-Hemmern Triptanen und anderen serotonergen Wirkstoffen Kombination Kratom + Kanna: Keine scharfe pharmakologische Kontraindikation ist in der Literatur dokumentiert, da die primären Wirkmechanismen (Opioid vs. Serotonin) nicht direkt überlappen. Studien zur Kombination fehlen jedoch weitgehend. Die indirekte serotonerge Aktivität von Mitragynin könnte in Kombination mit Kanna-Alkaloiden theoretisch additiv wirken. Für neue Nutzer ist eine Kombination nicht empfehlenswert; erfahrene Nutzer sollten ausschließlich niedrige Mengen beider Pflanzen separat kennenlernen, bevor sie Kombinationen erwägen. Details zum rechtlichen Rahmen für Kratom findest du im Artikel Kratom legal in Deutschland. Praktische Entscheidungshilfe Wenn du … dann eher Kratom: Eine abendliche, körperorientierte botanische Erfahrung suchst Sortenflexibilität (White/Green/Red) nutzen möchtest An Alkaloidvielfalt und traditionellen südostasiatischen Zubereitungen interessiert bist Nicht auf serotonergen Medikamenten bist Wenn du … dann eher Kanna: Tagsüber milde Stimmungs-Unterstützung möchtest Soziale Leichtigkeit und klaren Kopf suchst Eine leichtere, kürzere Wirkdauer bevorzugst Keine serotonergen Medikamente einnimmst Unsere Auswahl Kratom Explore our selection of kratom products, a natural herb sourced from the Mitragyna speciosa tree, renowned for its ability to enhance wellness and promote a sense of balance and vitality.… Green 'Mamba' Kratom Extract Ab 38,00 € White 'Mamba' Kratom Extract Ab 38,00 € Red 'Mamba' Kratom Extract Ausverkauft → Zur Collection Für die Kanna-Auswahl: Kanna bei amama. Zurück zu den Leitfäden Kratom-Pillar: Der vollständige Kratom-Leitfaden Kratom-Spokes: Wirkung · Sorten · Extrakte · Rechtslage · Zubereitung · Forschung Kanna-Pillar: erscheint in Kürze — bis dahin siehe Kanna-Kollektion Verwandt: Blue Lotus: der vollständige Leitfaden Quellen Grundmann, O. (2017). Patterns of kratom use and health impact in the US — Results from an online survey. Drug and Alcohol Dependence, 176, 63–70. (n=8.049) Kruegel, A. C., & Grundmann, O. (2018). The medicinal chemistry and neuropharmacology of kratom: A preliminary discussion of a promising medicinal plant. Neuropharmacology, 134, 108–120. Terburg, D., Syal, S., Rosenberger, L. A. et al. (2013). Acute effects of Sceletium tortuosum (Zembrin), a dual 5-HT reuptake and PDE4 inhibitor, in the human amygdala. Neuropsychopharmacology, 38(13), 2708–2716. Gericke, N., & Viljoen, A. M. (2008). Sceletium — A review update. Journal of Ethnopharmacology, 119(3), 653–663. World Health Organization (2021). Critical Review Report: Kratom (Mitragyna speciosa), Mitragynine, and 7-Hydroxymitragynine. ECDD 44th Meeting — keine Empfehlung zur Einstufung. Zuletzt aktualisiert: 2025. Dieser Artikel dient ausschließlich der Information über traditionelle ethnobotanische Verwendung und den aktuellen Forschungsstand. Keine medizinischen Heilversprechen. Produkte von amama sind nicht zum menschlichen Verzehr bestimmt und ersetzen keine ärztliche Beratung. Bei Einnahme verschreibungspflichtiger Medikamente — insbesondere Opioide, Benzodiazepine, SSRIs, SNRIs oder MAO-Hemmer — konsultiere vor der Anwendung von Kratom oder Kanna eine medizinische Fachperson. Weiterführende Artikel Kratom Leitfaden: Das vollständige Pflanzenprofil Kratom Wirkung: Alkaloide & Wirkungsmechanismus Kratom Rechtslage in Deutschland & Europa 2026 → Mitragynin Substanzprofil — Chemie & Pharmakologie

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Kratom & Research: Current Studies, Alkaloids and the State of Science

Kratom & Forschung: Aktuelle Studien, Alkaloide und der Wissenschaftsstand

Dieser Artikel ist Teil 6 von 7 unserer Kratom-Reihe und der wissenschaftliche Anker. Den Überblick finden Sie im vollständigen Kratom-Leitfaden. TL;DR Mitragynin ist das Hauptalkaloid (~66 %) und ein partieller μ-Opioid-Rezeptor-Agonist mit GPCR-Bias — ein Signalweg-Profil, das sich von klassischen Opioiden unterscheidet. Die WHO-Prüfung 2021 empfahl keine internationale Einstufung von Kratom. Grundmann (2017) lieferte mit 8.049 Befragten die bislang größte Nutzerdatenerhebung; Singh et al. (2014) dokumentierten Langzeitnutzung in Malaysia. 7-Hydroxymitragynin ist ein Nebenalkaloid, aber deutlich potenter am MOR als Mitragynin. Wissenslücken: klinische Langzeitstudien, optimale Dosisbereiche, Interaktionsprofile. Die Publikationszahlen steigen seit 2017 kontinuierlich — Kratom ist ein aktives Forschungsfeld. Botanischer Name Mitragyna speciosa (Korthals, 1839) Pflanzenfamilie Rubiaceae (Rötegewächse / Kaffeefamilie) Herkunft Südostasien — Thailand, Malaysia, Indonesien (Borneo) Hauptalkaloide Mitragynin (~66 %), 7-Hydroxymitragynin (~2 %) Erhältliche Formen Pulver, Kapseln, Flüssigextrakt Rechtsstatus (DE) Legal — weder im BtMG noch im NpSG gelistet Archivbild Mitragyna speciosa — Botanical Illustration (Korthals, 1839) · Pieter Willem Korthals · 1839 Originale botanische Tafel aus Korthals' Erstbeschreibung von Mitragyna speciosa (1839) — die erste wissenschaftliche Klassifikation des Kratom-Baumes. Dutch Colonial Botanical Survey, Netherlands East Indies · Public Domain Die Hauptalkaloide von Kratom Das Blatt von Mitragyna speciosa enthält über 40 identifizierte Alkaloide. Ihre Zusammensetzung bestimmt das pharmakologische Profil einer jeden Zubereitung. Eine detaillierte Profilseite zu Mitragynin finden Sie hier. Indolalkaloid · Mitragyna speciosa Mitragynine methyl (E)-2-[(2S,3S,12bS)-3-ethyl-8-methoxy-1,2,3,4,6,7,12,12b-octahydroindolo[2,3-a]quinolizin-2-yl]-3-methoxyprop-2-enoate Summenformel: C23H30N2O4 Molekulargewicht: 398.5 g/mol CAS: 4098-40-2 Zum Substanzprofil: Mitragynine → Mitragynin Primäres Alkaloid, rund 66 % der Alkaloidfraktion im getrockneten Blatt. CAS-Nummer 4098-40-2, PubChem CID 3034396. In-vitro- und Tiermodell-Studien charakterisieren Mitragynin als partiellen Agonisten am μ-Opioid-Rezeptor (MOR) mit GPCR-Bias — das bedeutet, es aktiviert nachgeschaltete Signalwege anders als klassische Opioide (z. B. bevorzugte G-Protein-Aktivierung gegenüber β-Arrestin-Rekrutierung). Dieser Bias wird als möglicher Grund für ein abweichendes Nebenwirkungsprofil diskutiert. Zusätzlich zeigt Mitragynin in In-vitro-Assays Aktivität an α2-adrenergen Rezeptoren und Serotonin-Rezeptoren (5-HT2A, 5-HT2C). Wichtige Einschränkung: Diese Befunde stammen überwiegend aus In-vitro- und Tierversuchen. Humane klinische Daten sind begrenzt. 7-Hydroxymitragynin (7-OH-M) Minor-Alkaloid, etwa 2 % der Gesamtalkaloide, aber deutlich potenter am MOR als Mitragynin. 7-OH-M entsteht auch über metabolische Umwandlung aus Mitragynin in vivo (CYP3A4-vermittelt). Das Verhältnis Mitragynin zu 7-OH-M variiert zwischen Zubereitungen und Extrakten und kann ein wesentlicher Bestimmungsfaktor des Wirkprofils sein. Speciociliatin, Speciogynin, Paynanthein Sekundäre Alkaloide mit weniger gut untersuchter Pharmakologie. Speciociliatin wirkt möglicherweise als schwacher partieller Opioid-Agonist. Paynanthein und Speciogynin tragen zum komplexen Alkaloid-Fingerabdruck bei, der Kratom von isoliertem Mitragynin unterscheidet — ein Unterschied, der in der pharmakologischen Bewertung oft unterschätzt wird. Schlüsselstudien Grundmann 2017 — Die größte Nutzerbefragung Grundmann, O. (2017). Patterns of kratom use and health impact in the US — results from an online survey. Drug and Alcohol Dependence, 176, 63–70. DOI: 10.1016/j.drugalcdep.2017.01.011 Online-Befragung von 8.049 Kratom-Nutzern in den USA — die bisher umfangreichste selbstberichtete Datensammlung. Zentrale Ergebnisse: Mehrheit berichtete Nutzung zur Schmerzbewältigung, Stimmungsunterstützung und Begleitung von Opioid-Entzug. Die meisten Befragten gaben milde oder keine Nebenwirkungen an. Physische Abhängigkeit wurde von einer Minderheit langfristig-hochdosierender Nutzer berichtet. Limitierung: selbstberichtete Online-Umfrage, kein klinisches Studiendesign — aber dennoch die wertvollste Bestandsaufnahme realer Nutzungsmuster. Singh et al. 2014 — Traditionelle Nutzer in Malaysia Singh, D., Müller, C. P., & Vicknasingam, B. K. (2014). Kratom (Mitragyna speciosa) dependence, withdrawal symptoms and craving in regular users. Drug and Alcohol Dependence, 139, 132–137. DOI: 10.1016/j.drugalcdep.2014.03.017 Studie mit traditionellen Nutzern in Malaysia — relevant, weil diese Personen Kratom teils über Jahrzehnte als kulturelle Praxis konsumieren. Die Autoren dokumentieren, dass Abhängigkeit und Entzugssymptome bei chronischer hochdosierter Nutzung (täglich, über Jahre) auftreten können, die Entzugssymptome jedoch generell weniger ausgeprägt waren als bei klassischen Opioiden. Vicknasingam et al. 2010 — Ketum als Harm-Reduction Vicknasingam, B., Narayanan, S., Beng, G. T., & Mansor, S. M. (2010). The informal use of ketum (Mitragyna speciosa) for opioid withdrawal in the northern states of peninsular Malaysia. Journal of Ethnopharmacology, 127(2), 395–399. DOI: 10.1016/j.jep.2009.10.004 Ethnographische Dokumentation des traditionellen Gebrauchs von Kratom-Tee (ketum) zur Bewältigung von Opioid-Entzugssymptomen in Nordmalaysia. Wichtig für das Verständnis des kulturellen und Harm-Reduction-Kontexts, in dem sich ein Großteil der Evidenz herausgebildet hat. Prozialeck et al. 2012 — Pharmakologischer Review Prozialeck, W. C., Jivan, J. K., & Bhatt, D. K. (2012). Pharmacology of kratom: an emerging botanical agent with stimulant, analgesic and opioid-like effects. Journal of the American Osteopathic Association, 112(12), 792–799. Grundlegender pharmakologischer Überblicksartikel zu Alkaloid-Mechanismen, traditioneller Verwendung und offenen klinischen Fragen. Wird häufig als Einstiegsreferenz zitiert. Kruegel & Grundmann 2018 — Moderne Rezeptor-Charakterisierung Kruegel, A. C., & Grundmann, O. (2018). The medicinal chemistry and neuropharmacology of kratom: A preliminary discussion of a promising medicinal plant and analysis of its potential for abuse. Neuropharmacology, 134 (Part A), 108–120. DOI: 10.1016/j.neuropharm.2017.08.026 Detaillierte Analyse der Rezeptorpharmakologie, inklusive Diskussion des GPCR-Bias und dessen klinischer Implikationen. Die WHO-Prüfung 2021: Ein bedeutendes Ergebnis Das WHO Expert Committee on Drug Dependence (ECDD) führte 2021 auf seiner 44. Sitzung eine Vorprüfung (pre-review) zu Kratom durch. Das Ergebnis: Das Komitee empfahl, nicht in eine kritische Überprüfung (critical review) überzugehen und Kratom nicht international einzustufen. Das ist ein bedeutendes wissenschaftspolitisches Ergebnis: Kratom bleibt auf UN-Ebene nicht reguliert, und die deutsche Rechtslage (nicht im BtMG, nicht im NpSG gelistet) ist konsistent mit dieser internationalen Haltung. Mehr zum rechtlichen Kontext in unserem Artikel zur Rechtslage in Deutschland. Was das nicht bedeutet: Es ist keine Empfehlung oder Freigabe. Die WHO wies ausdrücklich darauf hin, dass mehr Forschung erforderlich ist — insbesondere zu Abhängigkeitspotenzial, vulnerablen Populationen und klinischer Sicherheit. Aktuelle Forschungslandschaft Die Anzahl peer-reviewter Publikationen zu Kratom ist zwischen 2017 und 2025 deutlich gestiegen. Zentrale Forschungsgruppen: University of Florida (Dr. Oliver Grundmann, Dr. Christopher McCurdy): laufende pharmakologische und klinische Erhebungen. Johns Hopkins University (Dr. Albert Garcia-Romeu und Kollegen): Publikationen zu Nutzungsmustern und Abhängigkeit. University of Rochester, Columbia University: mechanistische Arbeiten zu GPCR-Bias und Struktur-Wirkungs-Beziehungen. Universiti Sains Malaysia (Dr. Darshan Singh): ethnopharmakologische und Langzeitnutzungsstudien. Was wir noch nicht wissen Ein ehrlicher Überblick über die Evidenzlücken: Bereich Status Klinische Langzeitstudien am Menschen weitgehend fehlend Optimale Dosisbereiche für potenzielle Anwendungen nicht etabliert Interaktionen mit anderen Substanzen (CYP-Interaktionen) begrenzt untersucht Hepatotoxizität Fallberichte vorhanden, Kausalität umstritten, selten Sicherheit in Schwangerschaft/Stillzeit nicht bekannt, Nutzung wird ausdrücklich nicht empfohlen Pharmakokinetik beim Menschen teilweise charakterisiert, unvollständig Die Forschungslage zu Kratom ist aktiv, aber weit von dem entfernt, was man als abgeschlossen bezeichnen könnte. Dies ist der ehrliche Stand. Kollektion Kratom Explore our selection of kratom products, a natural herb sourced from the Mitragyna speciosa tree, renowned for its ability to enhance wellness and promote a sense of balance and v… → Zur Collection Zurück zum Leitfaden Kratom-Leitfaden (Pillar) Kratom Wirkung im Detail Kratom Rechtslage Deutschland Mitragynin — Substanzprofil Quellen (vollständig) Korthals, P. W. (1839). Observationes de Nauclearum Indicarum. Erstbeschreibung von Mitragyna speciosa, Niederländisch-Indien. Prozialeck, W. C., Jivan, J. K., & Bhatt, D. K. (2012). Pharmacology of kratom: an emerging botanical agent with stimulant, analgesic and opioid-like effects. Journal of the American Osteopathic Association, 112(12), 792–799. Hassan, Z., Muzaimi, M., Navaratnam, V., et al. (2013). From Kratom to mitragynine and its derivatives: Physiological and behavioural effects related to use, abuse, and addiction. Neuroscience & Biobehavioral Reviews, 37(2), 138–151. DOI: 10.1016/j.neubiorev.2012.11.012 Singh, D., Müller, C. P., & Vicknasingam, B. K. (2014). Kratom (Mitragyna speciosa) dependence, withdrawal symptoms and craving in regular users. Drug and Alcohol Dependence, 139, 132–137. DOI: 10.1016/j.drugalcdep.2014.03.017 Vicknasingam, B., Narayanan, S., Beng, G. T., & Mansor, S. M. (2010). The informal use of ketum (Mitragyna speciosa) for opioid withdrawal in the northern states of peninsular Malaysia. Journal of Ethnopharmacology, 127(2), 395–399. DOI: 10.1016/j.jep.2009.10.004 Grundmann, O. (2017). Patterns of kratom use and health impact in the US — results from an online survey. Drug and Alcohol Dependence, 176, 63–70. DOI: 10.1016/j.drugalcdep.2017.01.011 Kruegel, A. C., & Grundmann, O. (2018). The medicinal chemistry and neuropharmacology of kratom. Neuropharmacology, 134(A), 108–120. DOI: 10.1016/j.neuropharm.2017.08.026 Kruegel, A. C., Uprety, R., Grinnell, S. G., et al. (2019). 7-Hydroxymitragynine is an active metabolite of mitragynine and a key mediator of its analgesic effects. ACS Central Science, 5(6), 992–1001. DOI: 10.1021/acscentsci.9b00141 WHO Expert Committee on Drug Dependence (2021). 44th Meeting Report — Pre-Review of Kratom (Mitragyna speciosa), Mitragynine and 7-Hydroxymitragynine. Genf: World Health Organization. PubChem CID 3034396 (Mitragynine) — National Center for Biotechnology Information, U.S. National Library of Medicine. Veltri, C., & Grundmann, O. (2019). Current perspectives on the impact of Kratom use. Substance Abuse and Rehabilitation, 10, 23–31. DOI: 10.2147/SAR.S164261 Letzte Aktualisierung: 2025. Dieser Artikel dient ausschließlich Bildungszwecken und stellt keine medizinische Beratung dar. Die Kratom-Forschung ist aktiv und im Wandel — einzelne Aussagen können durch neue Studien präzisiert oder revidiert werden. Bei gesundheitlichen Fragen wenden Sie sich bitte an qualifiziertes medizinisches Fachpersonal. Weiterführende Artikel Kratom Leitfaden: Das vollständige Pflanzenprofil Kratom Wirkung: Alkaloide & Wirkungsmechanismus Kratom Rechtslage in Deutschland & Europa 2026 → Mitragynin Substanzprofil — Chemie & Pharmakologie

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Kratom Preparation: Tea, Powder, Extract and More

Kratom-Zubereitung: Tee, Pulver, Extrakt und mehr

Dieser Artikel ist Teil 5 unseres siebenteiligen Kratom-Leitfadens. Er konzentriert sich auf die praktischen Methoden, mit denen Mitragyna speciosa traditionell und heute zubereitet wird — von der klassischen Teebereitung bis zur sublingualen Anwendung von Flüssigextrakten. TL;DR Tee ist die empfohlene Einstiegsmethode — sanft, kontrollierbar, traditionell. Wassertemperatur 80–90 °C, nicht kochen: hohe Hitze kann Alkaloide wie Mitragynin abbauen. Toss & Wash ist schnell, aber geschmacklich herausfordernd und für Einsteiger weniger geeignet. Joghurt oder Shake maskieren den bitteren Geschmack effektiv im Alltag. Flüssigextrakte (z. B. Mamba) sind für erfahrene Anwender gedacht und wirken sublingual schneller. Botanischer Name Mitragyna speciosa (Korthals, 1839) Pflanzenfamilie Rubiaceae (Rötegewächse / Kaffeefamilie) Herkunft Südostasien — Thailand, Malaysia, Indonesien (Borneo) Hauptalkaloide Mitragynin (~66 %), 7-Hydroxymitragynin (~2 %) Erhältliche Formen Pulver, Kapseln, Flüssigextrakt Rechtsstatus (DE) Legal — weder im BtMG noch im NpSG gelistet Archivbild Kratom leaf · ThorPorre · 2013-03-19 Kratom-Blatt im Detail — Mitragyna speciosa Wikimedia Commons · CC BY 3.0 Kratom als Tee (empfohlen für Einsteiger) Die Teezubereitung ist die traditionellste und gleichzeitig kontrollierteste Art, Kratom anzuwenden. In den Ursprungsregionen Südostasiens — Thailand, Malaysia und dem indonesischen Kalimantan — wird Mitragyna speciosa seit Jahrhunderten als Aufguss konsumiert (Hassan et al., 2013). Schritt-für-Schritt-Anleitung Pulver abmessen. Beginnen Sie mit einer niedrigen Menge. Die genaue Dosierung hängt von Sorte, individueller Empfindlichkeit und Erfahrung ab — im Zweifel lieber weniger (siehe Kratom-Wirkung). Wasser erhitzen — aber nicht kochen. Die ideale Temperatur liegt bei 80–90 °C. Kochendes Wasser kann empfindliche Alkaloide thermisch belasten. Wer ein Thermometer nutzt, ist auf der sicheren Seite; alternativ den Wasserkocher kurz vor dem Siedepunkt abstellen oder nach dem Aufkochen 1–2 Minuten stehen lassen. Zitronensaft hinzufügen (optional). Ein Spritzer Zitrone senkt den pH-Wert. Zitronensäure kann die Extraktion der Alkaloide unterstützen, da diese in saurem Milieu besser in Lösung gehen. 15–20 Minuten ziehen lassen. Gelegentlich umrühren. Längere Ziehzeiten extrahieren mehr Alkaloide, verstärken aber auch den bitteren Geschmack. Abseihen. Ein feines Sieb, ein Kaffeefilter oder ein Teebeutel aus Baumwolle trennen das Pulver vom Aufguss. Abschmecken. Honig, Ingwer, Zimt oder ein Stück Zitronenschale mildern die charakteristische Bitterkeit. Warum Tee für Einsteiger sinnvoll ist Langsamer Wirkungseintritt (20–30 Minuten) — der Körper hat Zeit zu reagieren. Gut dosierbar über die Menge des aufgegossenen Pulvers. Magenschonender als das direkte Schlucken von Pulver. Ritualcharakter: Die Zubereitung selbst schafft Achtsamkeit im Umgang mit der Pflanze. Toss & Wash Bei dieser Methode wird abgemessenes Kratom-Pulver direkt auf die Zunge gegeben und mit einer Flüssigkeit (Wasser, Saft) hinuntergespült. Vorteile: Keine Vorbereitungszeit. Schnellerer Wirkungseintritt als bei Tee (ca. 15–25 Minuten). Keine Reduktion durch Aufguss — das gesamte Alkaloidprofil bleibt erhalten. Nachteile: Der Geschmack ist intensiv bitter und erdig. Der Würgereflex kann ausgelöst werden. Weniger präzise Kontrolle als bei Tee. Tipps zur Minimierung des Würgereflexes Pulver in kleinen Portionen (z. B. zwei Halbportionen) nehmen. Vorher einen Schluck der Spülflüssigkeit im Mund haben, dann Pulver nachschütten. Kalte Flüssigkeiten erleichtern das Schlucken. Tief durch die Nase atmen, nicht durch den Mund. Für den ersten Kontakt mit Kratom ist diese Methode nicht empfohlen. Kratom im Joghurt oder Shake Das Einrühren in Joghurt oder einen Proteinshake ist eine der praktikabelsten Alltagsmethoden, besonders für regelmäßige Anwender, die den Geschmack maskieren möchten. Vollfett-Joghurt wird empfohlen — Fette können die Aufnahme fettlöslicher Pflanzenstoffe unterstützen. Banane, Kakao oder Nussmus überdecken die Bitterkeit zusätzlich. Keine Zitrussäfte in Kombination mit der Joghurt-Methode: Die Säure kann das Milchprotein ausflocken lassen (optisch und geschmacklich ungünstig). Gut umrühren, damit sich keine Klumpen bilden. Die Absorption erfolgt etwas langsamer als bei Tee oder Toss & Wash, weil die Magenentleerung durch den festen Nahrungsbestandteil verzögert wird — das kann für eine gleichmäßigere Kinetik sorgen. Kratom-Extrakt (Mamba): Sublinguale Anwendung Flüssigextrakte wie das Mamba-Sortiment sind konzentrierte Auszüge und richten sich an Anwender mit Erfahrung. Anwendung Eine abgemessene Portion (die Pipette oder Dosierkappe nutzen) unter die Zunge geben. 30–60 Sekunden halten — die Schleimhaut unter der Zunge ist stark durchblutet, sodass ein Teil der Alkaloide direkt resorbiert werden kann. Anschließend schlucken. Warum sublingual? Die sublinguale Aufnahme umgeht teilweise den First-Pass-Metabolismus in der Leber. Der subjektive Wirkungseintritt wird von Anwendern oft mit 10–20 Minuten beschrieben — schneller als bei Tee oder Toss & Wash. Alternative: Im Saft Wer den Geschmack nicht sublingual aushält, kann die Portion in eine kleine Menge Saft oder Wasser geben und trinken. Der Wirkungseintritt ist dann etwas langsamer, da die Resorption überwiegend im Magen-Darm-Trakt erfolgt. Extrakte sind für erfahrene Anwender gedacht, weil die Alkaloidkonzentration deutlich höher als bei Blattpulver ist. Einsteigern empfehlen wir den klassischen Tee aus Kratom-Pulver. Traditionelle Methoden aus Südostasien In Malaysia, Südthailand und auf Borneo gehört Mitragyna speciosa seit Generationen zum dörflichen Alltag (Singh et al., 2014; Vicknasingam et al., 2010). Frische Blätter kauen Landarbeiter in Südthailand und Kedah (Malaysia) kauen traditionell frische Kratom-Blätter — meist nach Entfernen der Mittelrippe. Mit getrocknetem Pulver funktioniert diese Methode nicht: Frische Blätter enthalten Saft, der das Kauen ermöglicht, während trockenes Pulver im Mund nur klumpt. Dorftee in Kalimantan Auf Borneo werden ganze Blätter in Wasser über Stunden eingekocht, abgeseiht und oft mit weiteren Kräutern kombiniert. Diese Tees werden als "ketum" oder "biak-biak" bezeichnet und in sozialen Kontexten — bei gemeinschaftlicher Arbeit, auf dem Feld, in Versammlungen — getrunken. Diese Zubereitungen sind mehr als Methode: Sie sind Teil eines kulturellen Gefüges, in dem Pflanze, Arbeit und Gemeinschaft zusammengehören. Mehr zur Herkunft unserer Blätter finden Sie im Abschnitt über Kratom-Sorten. Archivbild Kratom Growing in Nanga Embaloh Village, West Kalimantan, Borneo · Rino PHd · 2023 Mitragyna speciosa in ihrem natürlichen Habitat im Dorf Nanga Embaloh, West-Kalimantan (Borneo), Indonesien — das historische Kerngebiet des traditionellen Kratom-Anbaus. Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0 Vergleichstabelle der Zubereitungsmethoden Methode Schwierigkeit Onset Empfohlen für Tee Einfach 20–30 min Einsteiger Toss & Wash Mittel 15–25 min Erfahrene Im Joghurt Einfach 20–35 min Alltag Flüssigextrakt Einfach 10–20 min Erfahrene Frisches Blatt kauen Traditionell 10–15 min — Die angegebenen Onset-Zeiten sind Erfahrungswerte aus Anwenderumfragen (Grundmann, 2017) und können individuell stark variieren. Lagerung und Haltbarkeit Die Qualität von Kratom steht und fällt mit der Lagerung. Mitragynin und die begleitenden Alkaloide sind empfindlich gegenüber Licht, Hitze, Sauerstoff und Feuchtigkeit. Indolalkaloid · Mitragyna speciosa Mitragynine methyl (E)-2-[(2S,3S,12bS)-3-ethyl-8-methoxy-1,2,3,4,6,7,12,12b-octahydroindolo[2,3-a]quinolizin-2-yl]-3-methoxyprop-2-enoate Summenformel: C23H30N2O4 Molekulargewicht: 398.5 g/mol CAS: 4098-40-2 Zum Substanzprofil: Mitragynine → Grundregeln Luftdicht verschlossen aufbewahren (Originalverpackung oder Weckglas). Dunkel lagern — UV-Licht beschleunigt den Alkaloidabbau. Kühl und trocken — idealerweise bei Raumtemperatur, nicht im Badezimmer oder über dem Herd. Bei sehr humidem Klima kann ein Lebensmittel-Trockenmittel (Silica-Gel) in der Dose sinnvoll sein. Haltbarkeit Kratom-Pulver bleibt luftdicht und dunkel gelagert in der Regel 1–3 Jahre qualitativ stabil. Farbe (sattes Grün bis Olivgrün) und Aroma sind gute Indikatoren — ein muffiger oder abgestandener Geruch deutet auf Qualitätsverlust hin. Flüssigextrakte (Mamba) sind bei sachgerechter Lagerung ebenfalls über längere Zeit stabil; die genaue Haltbarkeit steht auf dem Etikett. Die Verpackungen von amama sind auf Lichtschutz und Luftdichtigkeit ausgelegt, um die Alkaloidstabilität über die Lagerzeit zu erhalten. Produkt Kratom Powder 150gram Ausverkauft Produkt Green 'Mamba' Kratom Extract Introducing the Green 'Mamba' Kratom Extract in a convenient 30ml drop bottle - a pure and powerful extract made from the finest Kratom leav… Ab 38,00 € → Zum Produkt Zurück zum Leitfaden Hauptartikel: Kratom: Der vollständige Leitfaden Sorten verstehen: Red, Green, White — Kratom-Sorten im Vergleich Wirkung und Pharmakologie: Kratom-Wirkung Konzentrierte Auszüge: Kratom-Extrakt erklärt Unsere Auswahl Kratom Explore our selection of kratom products, a natural herb sourced from the Mitragyna speciosa tree, renowned for its ability to enhance wellness and promote a sense of balance and vitality.… Green 'Mamba' Kratom Extract Ab 38,00 € White 'Mamba' Kratom Extract Ab 38,00 € Red 'Mamba' Kratom Extract Ausverkauft → Zur Collection Quellen Grundmann, O. (2017). Patterns of Kratom use and health impact in the US — Results from an online survey. Drug and Alcohol Dependence, 176, 63–70. Hassan, Z., Muzaimi, M., Navaratnam, V., et al. (2013). From Kratom to mitragynine and its derivatives: Physiological and behavioural effects related to use, abuse, and addiction. Neuroscience & Biobehavioral Reviews, 37(2), 138–151. Singh, D., Müller, C. P., & Vicknasingam, B. K. (2014). Kratom (Mitragyna speciosa) dependence, withdrawal symptoms and craving in regular users. Drug and Alcohol Dependence, 139, 132–137. Vicknasingam, B., Narayanan, S., Beng, G. T., & Mansor, S. M. (2010). The informal use of ketum (Mitragyna speciosa) for opioid withdrawal in the northern states of peninsular Malaysia and implications for drug substitution therapy. International Journal of Drug Policy, 21(4), 283–288. World Health Organization (2021). Expert Committee on Drug Dependence — Critical Review Report: Kratom (Mitragyna speciosa), mitragynine, and 7-hydroxymitragynine. Genf: WHO. Stand: 2025. Dieser Artikel dient ausschließlich der pflanzenkundlichen und kulturellen Information. Er stellt keine medizinische Beratung dar und ist keine Aufforderung zum Konsum. Kratom ist in Deutschland legal (nicht im BtMG oder NpSG gelistet), wird jedoch in anderen Ländern unterschiedlich reguliert. Personen mit Vorerkrankungen, Schwangere, Stillende sowie Personen, die Medikamente einnehmen, sollten vor jedem Gebrauch traditioneller Pflanzen ärztlichen Rat einholen. Weiterführende Artikel Kratom Leitfaden: Das vollständige Pflanzenprofil Kratom Wirkung: Alkaloide & Wirkungsmechanismus Kratom-Sorten: Rot, Grün & Weiß erklärt → Mitragynin Substanzprofil — Chemie & Pharmakologie

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Kratom & Legal Status: Legal in Germany and the EU?

Kratom & Rechtslage: Legal in Deutschland und der EU?

Dieser Artikel ist Teil 4 von 7 unseres großen Kratom-Leitfadens. Er widmet sich der Frage, die vor jedem Kauf geklärt sein sollte: Wie ist der rechtliche Status von Mitragyna speciosa in Deutschland und der Europäischen Union? TL;DR Botanischer Name Mitragyna speciosa (Korthals, 1839) Pflanzenfamilie Rubiaceae (Rötegewächse / Kaffeefamilie) Herkunft Südostasien — Thailand, Malaysia, Indonesien (Borneo) Hauptalkaloide Mitragynin (~66 %), 7-Hydroxymitragynin (~2 %) Erhältliche Formen Pulver, Kapseln, Flüssigextrakt Rechtsstatus (DE) Legal — weder im BtMG noch im NpSG gelistet Kratom und das BtMG Das Betäubungsmittelgesetz (BtMG) regelt in Deutschland den Umgang mit kontrollierten Stoffen. Es besteht aus drei Anlagen: Anlage I: nicht verkehrsfähige Betäubungsmittel Anlage II: verkehrsfähige, aber nicht verschreibungsfähige Betäubungsmittel Anlage III: verkehrs- und verschreibungsfähige Betäubungsmittel Weder Mitragyna speciosa als Pflanze noch Mitragynin oder 7-Hydroxymitragynin als Reinstoffe sind in einer der drei Anlagen aufgeführt (Stand: aktuelle Fassung des BtMG). Das bedeutet praktisch: Anbau, Handel, Import, Besitz und Konsum von Kratom fallen nicht unter das Betäubungsmittelstrafrecht. Indolalkaloid · Mitragyna speciosa Mitragynine methyl (E)-2-[(2S,3S,12bS)-3-ethyl-8-methoxy-1,2,3,4,6,7,12,12b-octahydroindolo[2,3-a]quinolizin-2-yl]-3-methoxyprop-2-enoate Summenformel: C23H30N2O4 Molekulargewicht: 398.5 g/mol CAS: 4098-40-2 Zum Substanzprofil: Mitragynine → Die pharmakologische Einordnung von Mitragynin als partieller µ-Opioid-Rezeptor-Agonist mit GPCR-Bias (siehe Artikel zu Mitragynin) führt nicht automatisch zu einer BtMG-Listung — hierfür wäre ein formaler Aufnahmebeschluss durch den Gesetzgeber nötig, der bislang nicht erfolgt ist. Kratom und das NpSG Das Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz (NpSG) wurde 2016 eingeführt, um Designer-Drogen und synthetische Analoga in ganzen Stoffgruppen regulieren zu können — etwa synthetische Cannabinoide oder Cathinone. Das NpSG arbeitet mit Stoffgruppendefinitionen, die sich auf bestimmte chemische Grundgerüste stützen. Kratom-Alkaloide basieren auf dem Indol-Grundgerüst der Corynanthe-Alkaloide (Mitragyna gehört zur Familie der Rubiaceae, der Kaffeegewächse). Die Anlage zum NpSG listet spezifische Stoffgruppen auf — Mitragynin und die übrigen Kratom-Alkaloide fallen nicht unter diese Definitionen. Zudem nimmt das NpSG in der Regel traditionell genutzte Naturstoffe mit langer Anwendungsgeschichte nicht in den Fokus. Kratom ist in Südostasien seit Jahrhunderten traditionell verwendet worden (siehe Kratom-Leitfaden). Europäische Union: Überblick Die Regulierung von Kratom ist in der EU nicht harmonisiert. Jedes Mitgliedsland entscheidet eigenständig. Der folgende Überblick beruht auf den jeweils aktuellen Erkenntnissen; Änderungen sind möglich. Land Status Hinweis Deutschland Legal Nicht im BtMG, nicht im NpSG Niederlande Legal Wird u. a. in Smartshops geführt Österreich Nicht im Suchtmittelgesetz Kein Betäubungsmittelstatus Frankreich Nicht geplant als Betäubungsmittel Stand letzter Prüfung Belgien Legal Nicht geplant Tschechien Legal Verbreiteter Handel Spanien Legal Nicht geplant Italien Reguliert / verboten Seit 2016 im Betäubungsmittelverzeichnis Schweden Verboten Mitragynin reguliert Dänemark Verboten Rezeptpflichtig Finnland Reguliert Als Arzneistoff eingestuft Polen Verboten Seit 2009 Litauen / Lettland Verboten Im Betäubungsmittelkatalog Vereinigtes Königreich (Nicht-EU) Verboten Fällt unter den Psychoactive Substances Act 2016 Die EUDA (European Union Drugs Agency, vormals EMCDDA) beobachtet Kratom im Rahmen ihres Monitoring-Systems, hat bisher aber keine unionsweite Regulierungsempfehlung ausgesprochen. Wie kaufe ich Kratom legal in Deutschland? Da Kratom nicht unter BtMG oder NpSG fällt, bewegt sich der Handel im Bereich allgemeiner verbraucherschutzrechtlicher Vorgaben. In der Praxis etabliert haben sich: Verkauf als botanisches Produkt / Räucherwerk (nicht als Lebensmittel oder Arzneimittel) Laborgeprüfte Ware mit Analysezertifikaten zu Schwermetallen, Mikrobiologie und Pestiziden Altersverifikation ab 18 Jahren (branchenüblicher Selbststandard, keine gesetzliche Vorgabe unter dem BtMG) Transparente Herkunftsangaben zur Anbauregion (z. B. Kalimantan / Borneo) amama führt Kratom-Pulver und -Extrakte nach diesen Standards. Den Ladenverkauf in Berlin-Neukölln sowie den Online-Versand innerhalb Deutschlands organisieren wir als Anbieter botanischer Produkte im Rahmen der geltenden Regelungen. Unsere Auswahl Kratom Explore our selection of kratom products, a natural herb sourced from the Mitragyna speciosa tree, renowned for its ability to enhance wellness and promote a sense of balance and vitality.… Green 'Mamba' Kratom Extract Ab 38,00 € White 'Mamba' Kratom Extract Ab 38,00 € Red 'Mamba' Kratom Extract Ausverkauft → Zur Collection Was hat sich in Thailand 2021 geändert? Thailand hat eine besondere Rolle in der globalen Kratom-Geschichte: Das Land war 1943 das erste weltweit, das Kratom verbot — damals, wie retrospektive Analysen zeigen, weniger aus gesundheitlichen Gründen, sondern aus fiskalischen: Kratom war bei Arbeiterinnen und Arbeitern eine günstige Alternative zu steuerpflichtigem Opium. Im August 2021 wurde Kratom in Thailand durch eine Änderung des Narcotics Act aus der Liste der Betäubungsmittel der Kategorie V gestrichen. Privater Anbau, Besitz und Konsum wurden entkriminalisiert. 2022 folgte ein eigener Kratom Plant Act, der einen regulierten legalen Markt etablierte. Dieser regulatorische Schritt ist global relevant: Ein traditionelles Ursprungsland hat seine Haltung nach fast 80 Jahren revidiert — ein Signal, das auch in der europäischen Diskussion Beachtung findet. Archivbild Kratom Growing in Nanga Embaloh Village, West Kalimantan, Borneo · Rino PHd · 2023 Mitragyna speciosa in ihrem natürlichen Habitat im Dorf Nanga Embaloh, West-Kalimantan (Borneo), Indonesien — das historische Kerngebiet des traditionellen Kratom-Anbaus. Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0 WHO-Prüfung 2021: Pre-Review durch das ECDD Das WHO Expert Committee on Drug Dependence (ECDD) führte auf seiner 44. Sitzung (Oktober 2021) einen Pre-Review zu Kratom und den Alkaloiden Mitragynin und 7-Hydroxymitragynin durch. Das Ergebnis: Das Komitee stellte fest, dass nicht genügend Evidenz für eine kritische Überprüfung (Critical Review) im Hinblick auf eine internationale Scheduling-Empfehlung vorlag. Ein Critical Review hätte die Voraussetzung für eine Aufnahme in die UN-Konventionen für kontrollierte Substanzen gebildet. Für die deutsche und europäische Rechtslage bedeutet das: Es existiert keine internationale Verpflichtung, Kratom unter den UN-Suchtstoffkonventionen zu regulieren. Nationale Gesetzgeber behalten vollen Spielraum. Ein Beitrag zur europaweiten Regulierungsstabilität — nicht zwingend, aber faktisch. Eine vertiefte Diskussion findet sich im Spoke Kratom-Forschung. Einfuhr aus dem Ausland Privater Import Da Kratom in Deutschland kein gelistetes Betäubungsmittel ist, bestehen keine spezifischen BtMG-Einfuhrbeschränkungen für Privatpersonen. Bei Sendungen aus Nicht-EU-Ländern (z. B. direkt aus Indonesien) gelten die allgemeinen zollrechtlichen Bestimmungen: Anmeldung bei Überschreitung der Freigrenzen (22 € / 150 € Wert) Einfuhrumsatzsteuer ggf. Zollabgaben auf pflanzliche Produkte Zoll kann Sendungen stichprobenartig öffnen und prüfen. Da Kratom nicht listengeführt ist, sollte eine korrekte Deklaration als botanisches Produkt / Pflanzenmaterial keine strafrechtlichen Konsequenzen nach sich ziehen — eine Rechtsgarantie ist dies allerdings nicht, da Einzelfallentscheidungen möglich sind. Gewerblicher Import Der gewerbliche Import unterliegt den regulären Vorgaben für pflanzliche Rohstoffe und Konsumgüter: Rückstandshöchstmengen für Pestizide, mikrobiologische Grenzwerte, Kontaminantenprüfung (Schwermetalle), korrekte Deklaration und ggf. Vorgaben zur Produktsicherheit. amama bezieht Kratom aus Kalimantan (Borneo) über etablierte Lieferketten und lässt jede Charge im Labor prüfen. Rechtslage ist dynamisch Einige Hinweise zur Einordnung: Die Rechtslage kann sich ändern. Einzelne EU-Länder (Italien, Polen, Schweden, Dänemark, Finnland) haben Kratom bereits reguliert oder verboten. In Deutschland gab es bislang keine konkreten Gesetzgebungsverfahren zur Aufnahme in BtMG oder NpSG (Stand der letzten Prüfung). Nationale Arzneimittelbehörden (in Deutschland das BfArM) beobachten die Entwicklung; Einzelstoff-Präparate könnten bei entsprechender Bewertung unter das Arzneimittelgesetz fallen. Wer Kratom legal kauft, sollte sich darüber im Klaren sein, dass der Status vom Nicht-Gelistet-Sein getragen wird — nicht von einer aktiven Zulassung. Zurück zum Leitfaden Weiter mit den anderen Spokes: Hauptleitfaden: Kratom — Der umfassende Leitfaden Forschung: Kratom-Forschung — Studienlage und Pharmakologie Zubereitung: Kratom richtig zubereiten Sorten: Rote, grüne und weiße Venen im Vergleich Quellen Betäubungsmittelgesetz (BtMG), aktuelle Fassung, Anlagen I–III. Bundesministerium der Justiz. gesetze-im-internet.de/btmg Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz (NpSG), aktuelle Fassung mit Anlage. Bundesministerium der Justiz. gesetze-im-internet.de/npsg WHO Expert Committee on Drug Dependence (2021). Forty-fourth report. Pre-Review: Kratom (Mitragyna speciosa), Mitragynin, 7-Hydroxymitragynin. WHO Technical Report Series. Narcotics Act (No. 8), B.E. 2564 (2021). Thailand. Removal of kratom from Category V. Kratom Plant Act, B.E. 2565 (2022). Thailand. EUDA / EMCDDA — Kratom Drug Profile. European Union Drugs Agency. Tanguay, P. (2011). Kratom in Thailand: Decriminalisation and Community Control? Transnational Institute, Series on Legislative Reform of Drug Policies No. 13. Prozialeck, W. C. et al. (2019). Kratom Policy: The Challenge of Balancing Therapeutic Potential with Public Safety. International Journal of Drug Policy. Rechtlicher Hinweis: Diese Seite dient der Information und stellt keine Rechtsberatung dar. Die Rechtslage kann sich ändern — im Zweifel bei der zuständigen Behörde oder einem Fachanwalt prüfen lassen. Amama gibt keine medizinischen Empfehlungen. Letzte redaktionelle Prüfung: 2025. Weiterführende Artikel Kratom Leitfaden: Das vollständige Pflanzenprofil Kratom-Extrakt: Potenz, Typen & Dosierung Kratom vs. Kanna: Ein Vergleich → Mitragynin Substanzprofil — Chemie & Pharmakologie

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Kratom Extracts: What They Are, How They Work and Why Mamba

Kratom-Extrakte: Was sie sind, wie sie wirken und warum Mamba

Dieser Artikel ist Teil des amama Kratom-Leitfadens. Während der Hauptleitfaden Botanik, Wirkprofil und Recht abdeckt, geht es hier um eine spezifische Produktform: das Flüssigextrakt. Extrakte sind konzentrierter als Blattpulver und richten sich an Nutzer:innen, die Mitragyna speciosa bereits kennen. TL;DR Ein Kratom-Extrakt ist ein Konzentrat der Alkaloide aus dem Blatt von Mitragyna speciosa — deutlich höhere Alkaloiddichte pro Milliliter als Pulver pro Gramm. Flüssigextrakte werden durch Wasser- oder Alkohol-Extraktion hergestellt und anschließend eingeengt; Ziel ist ein konsistentes Alkaloidprofil. amamas Mamba-Linie (Green, White, Red) stammt aus Partnerfarmen in Kalimantan (Borneo) und wird chargenweise im Labor geprüft (Alkaloide, Pestizide, Schwermetalle, Mikrobiologie). Extrakte sind nicht für Einsteiger:innen geeignet. Sie eignen sich für erfahrene Nutzer:innen, die präzise, kompakte Portionen bevorzugen. Kratom ist in Deutschland legal (nicht im BtMG oder NpSG gelistet). Das entbindet nicht von verantwortungsvollem Umgang — insbesondere bei Extrakten. Botanischer Name Mitragyna speciosa (Korthals, 1839) Pflanzenfamilie Rubiaceae (Rötegewächse / Kaffeefamilie) Herkunft Südostasien — Thailand, Malaysia, Indonesien (Borneo) Hauptalkaloide Mitragynin (~66 %), 7-Hydroxymitragynin (~2 %) Erhältliche Formen Pulver, Kapseln, Flüssigextrakt Rechtsstatus (DE) Legal — weder im BtMG noch im NpSG gelistet Was ist ein Kratom-Extrakt? Ein Kratom-Extrakt ist ein Konzentrat der im Blatt enthaltenen Alkaloide. Das getrocknete Blatt enthält etwa 0,5–1,5 % Gesamtalkaloide, wobei Mitragynin den Hauptanteil (~66 %) stellt und 7-Hydroxymitragynin, Speciociliatin, Speciogynin und Paynanthein in kleineren Mengen vertreten sind (Mehr zu Mitragynin). Indolalkaloid · Mitragyna speciosa Mitragynine methyl (E)-2-[(2S,3S,12bS)-3-ethyl-8-methoxy-1,2,3,4,6,7,12,12b-octahydroindolo[2,3-a]quinolizin-2-yl]-3-methoxyprop-2-enoate Summenformel: C23H30N2O4 Molekulargewicht: 398.5 g/mol CAS: 4098-40-2 Zum Substanzprofil: Mitragynine → Bei einem Extrakt wird dieser Alkaloidanteil aus dem pflanzlichen Ballast — Zellulose, Fasern, Wachsen — herausgelöst und aufkonzentriert. Das Ergebnis: eine Flüssigkeit oder ein Harz, bei dem pro Volumeneinheit deutlich mehr wirksame Moleküle enthalten sind als im Rohmaterial. "Konzentriert" in der Praxis heißt: Ein paar Tropfen oder wenige Milliliter eines Flüssigextraktes können einer Portion Pulver entsprechen — je nach Standardisierung und Produkt. Das macht die Anwendung kompakter, erfordert aber auch mehr Genauigkeit. Archivbild Kratom leaf · ThorPorre · 2013-03-19 Kratom-Blatt im Detail — Mitragyna speciosa Wikimedia Commons · CC BY 3.0 Wie Extrakte hergestellt werden Es gibt zwei gängige Extraktionsverfahren: Wasser-Extraktion (Dekokt) Das Blattpulver wird mit Wasser — oft leicht angesäuert mit Zitronensaft oder Zitronensäure, da die Alkaloide als Salze besser wasserlöslich sind — gekocht oder lange zieht. Die Flüssigkeit wird gefiltert, der Pflanzenrückstand entfernt und das Filtrat schonend eingedampft. Traditionell entspricht das dem Tee-Ansatz in Südostasien, nur weiter reduziert. Alkohol-Extraktion (Tinktur-Prinzip) Ethanol löst sowohl polare als auch unpolare Alkaloide effizient. Nach Mazeration wird gefiltert und der Alkohol unter reduziertem Druck abgezogen. Das Ergebnis ist ein konzentrierter Auszug, der anschließend oft mit Wasser und pflanzlichem Glycerin zur finalen Rezeptur verarbeitet wird. Standardisierung Ziel einer seriösen Herstellung ist, dass jede Charge im Alkaloidgehalt vergleichbar ist. Erreicht wird das durch: Auswahl von Rohmaterial aus denselben Regionen und Erntezeitfenstern HPLC-Messung des Mitragynin-Gehalts je Charge Anpassung der finalen Konzentration auf einen Zielwert Warum Flüssigformat Vorteile hat Konsistenz: bei sauberer Standardisierung bleibt das Alkaloidverhältnis pro ml stabil. Geschmack: das charakteristisch bittere Pulver-Aroma lässt sich bei kleinen Volumina besser überdecken. Sublinguale Aufnahme: ein Teil der Alkaloide kann direkt über die Mundschleimhaut aufgenommen werden, was den Wirkungseintritt tendenziell beschleunigt. Reisekompatibilität: 30 ml vs. 150 g Pulver — praktischer Unterschied. Details zu klassischen Zubereitungsmethoden findest du im Artikel zur Kratom-Zubereitung. Mamba Kratom Extract: amama's Standard Die Mamba-Linie wurde entwickelt, um den Kund:innen im Neuköllner Ladengeschäft und im Online-Shop ein Flüssigextrakt mit nachvollziehbarer Herkunft und geprüfter Qualität anzubieten. Drei Punkte sind dabei zentral: 1. Direkter Bezug aus Kalimantan (Borneo). Mitragyna speciosa wächst traditionell in den Tieflandwäldern Südostasiens; das indonesische Kalimantan ist heute die wichtigste Anbauregion. amama arbeitet mit Partnerfarmen, die das Blatt schonend trocknen und Ernten nach Venenfarbe (grün, weiß, rot) trennen — die Grundlage der drei Mamba-Varianten (siehe auch: Kratom-Sorten). Archivbild Kratom Growing in Nanga Embaloh Village, West Kalimantan, Borneo · Rino PHd · 2023 Mitragyna speciosa in ihrem natürlichen Habitat im Dorf Nanga Embaloh, West-Kalimantan (Borneo), Indonesien — das historische Kerngebiet des traditionellen Kratom-Anbaus. Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0 2. Laborprüfung jeder Charge. Geprüft werden: Alkaloidprofil (Mitragynin, 7-Hydroxymitragynin via HPLC) Pestizidrückstände Schwermetalle (Blei, Cadmium, Arsen, Quecksilber) Mikrobiologie (Gesamtkeimzahl, Hefen, Schimmelpilze, E. coli, Salmonellen) Certificates of Analysis (COAs) sind auf Anfrage einsehbar. 3. Direktes Kundenfeedback. Der physische Store in Neukölln erlaubt Bernard und dem Team, mit erfahrenen Nutzer:innen zu sprechen, Rezepturen zu iterieren und Charge für Charge nachzujustieren — ein Vorteil, den reine Online-Anbieter selten haben. Produkt Green 'Mamba' Kratom Extract Introducing the Green 'Mamba' Kratom Extract in a convenient 30ml drop bottle - a pure and powerful extract made from the finest Kratom leav… Ab 38,00 € → Zum Produkt Produkt White 'Mamba' Kratom Extract 30ml Introducing the 'Mamba' Kratom Extract in a convenient 30ml drop bottle - a pure and powerful extract made from the finest Kratom leaves. In… Ausverkauft Produkt Red 'Mamba' Kratom Extract Introducing the Red 'Mamba' Kratom Extract - a pure and powerful extract made from the finest Kratom leaves. Indulge in a smooth and satisfy… Ausverkauft Extrakt vs. Pulver: Wann was? Kriterium Pulver Flüssigextrakt (Mamba) Einstieg Ideal für Neueinsteiger:innen Für Erfahrene Dosierung Graduelle Kontrolle Präzise, kompakt Geschmack Bitter, erdig Konzentriert, kleine Menge Onset ca. 15–30 min ca. 10–20 min (sublingual) Mitnahme Praktisch, aber voluminös Sehr kompakt (30 ml) Preis pro Portion Günstiger Höher, dafür kleinere Menge nötig Standardisierung Variiert nach Charge Auf Zielwert eingestellt Für den Einstieg empfehlen wir grundsätzlich das Kratom Pulver — es erlaubt feinere Dosierungsschritte und bessere Selbstbeobachtung. Wie verwendet man Mamba Extrakt? Sublinguale Anwendung Einige Tropfen unter die Zunge, 30–60 Sekunden halten, dann schlucken. Ein Teil der Alkaloide wird über die Mundschleimhaut resorbiert; der Rest wird gastrointestinal aufgenommen. Mit Saft oder Wasser Zitrus- oder Ingwersäfte überdecken den bitteren Geschmack gut. Die Säure verändert das Aufnahmeprofil minimal, ist aber unproblematisch. Niedrig anfangen Auch erfahrene Pulver-Nutzer:innen sollten beim ersten Mal mit Extrakt mit einer sehr kleinen Menge starten und 45–60 Minuten warten, bevor nachgelegt wird. Der Wirkungseintritt ist schneller und die Konzentration pro Volumen deutlich höher als beim Pulver. Nicht mit Alkohol kombinieren Beide Substanzen wirken auf das zentrale Nervensystem. Die Kombination ist aus harm-reduction-Perspektive klar abzuraten, insbesondere wegen Atemdepression bei höheren Dosen. Ebenfalls zu vermeiden: Kombinationen mit Benzodiazepinen, Opioiden, anderen sedierenden Substanzen und — wegen serotonerger Überlappung — mit SSRIs/MAO-Hemmern ohne ärztliche Rücksprache. Eine ausführliche Besprechung des Wirkprofils findest du im Artikel zur Kratom-Wirkung. Wichtige Hinweise für Extrakte Kein Einstieg mit Extrakten. Wer Kratom noch nie angewendet hat, sollte mit Blattpulver beginnen. Die Dosis-Wirkungs-Kurve lässt sich dort besser kennenlernen. Toleranz baut sich schneller auf. Durch die hohe Alkaloidkonzentration entwickelt sich bei regelmäßigem Extrakt-Konsum schneller eine Toleranz als bei Pulver. Das bedeutet: mehr nötig für denselben Effekt — ein klassisches Warnzeichen. Kein täglicher Dauergebrauch. Surveys zu Langzeitnutzer:innen (Grundmann 2017; Singh et al. 2014) zeigen, dass tägliche hohe Dosierungen über längere Zeit mit Abhängigkeitsentwicklung und Absetzerscheinungen einhergehen können. Extrakte beschleunigen dieses Risiko. Gelegentlicher, bewusster Gebrauch mit Pausen ist das verantwortungsvollere Modell. Harm Reduction statt Verdrängung. Ehrlichkeit gegenüber sich selbst über Häufigkeit und Anlass ist wichtiger als jede Empfehlung von außen. Kollektion Plant Extracts Our plant extracts are amongst our customer favorites. We're sure you'll love them, too! Kratom, Blue Lotus, Iboga, Kava. Always high in demand, so availability is limited. Get the… → Zur Collection Zurück zum Leitfaden Kratom-Leitfaden (Pillar) Kratom-Sorten: Grün, Weiß, Rot Kratom-Wirkung und Pharmakologie Kratom-Zubereitung: Tee, Toss & Wash, Extrakt Rechtslage in Deutschland Unsere Auswahl Kratom Explore our selection of kratom products, a natural herb sourced from the Mitragyna speciosa tree, renowned for its ability to enhance wellness and promote a sense of balance and vitality.… Green 'Mamba' Kratom Extract Ab 38,00 € White 'Mamba' Kratom Extract Ab 38,00 € Red 'Mamba' Kratom Extract Ausverkauft → Zur Collection Quellen Kruegel, A. C., & Grundmann, O. (2018). The medicinal chemistry and neuropharmacology of kratom: A preliminary discussion of a promising medicinal plant and analysis of its potential for abuse. Neuropharmacology, 134, 108–120. Grundmann, O. (2017). Patterns of kratom use and health impact in the US — Results from an online survey. Drug and Alcohol Dependence, 176, 63–70. Singh, D., Müller, C. P., & Vicknasingam, B. K. (2014). Kratom (Mitragyna speciosa) dependence, withdrawal symptoms and craving in regular users. Drug and Alcohol Dependence, 139, 132–137. Hassan, Z. et al. (2013). From Kratom to mitragynine and its derivatives: Physiological and behavioural effects. Neuroscience & Biobehavioral Reviews, 37(2), 138–151. WHO Expert Committee on Drug Dependence (2021). Pre-Review Report: Kratom (Mitragyna speciosa), mitragynine and 7-hydroxymitragynine. 44th Meeting, Geneva. Dieser Artikel dient ausschließlich der wissenschaftlich-ethnobotanischen Information und stellt keine medizinische Beratung, Therapieempfehlung oder Gebrauchsanleitung dar. Kratom ist in Deutschland nicht im BtMG oder NpSG gelistet und derzeit legal; das entbindet nicht von eigener Sorgfalt. Zusätzliche Anmerkung zu Extrakten: Flüssigextrakte sind ausdrücklich für erfahrene Nutzer:innen gedacht. Wer Kratom neu ausprobiert, sollte mit Blattpulver beginnen und ärztlichen Rat einholen, falls Vorerkrankungen oder Dauermedikationen bestehen. Nicht in Schwangerschaft, Stillzeit oder bei Kombination mit anderen zentral wirksamen Substanzen verwenden. Letzte Aktualisierung: 2025. Weiterführende Artikel Kratom Leitfaden: Das vollständige Pflanzenprofil Kratom-Sorten: Rot, Grün & Weiß erklärt Kratom Rechtslage in Deutschland & Europa 2026 → Mitragynin Substanzprofil — Chemie & Pharmakologie

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Kratom Strains: Red, Green, White Vein and Extracts Compared

Kratom-Sorten: Roter, Grüner, Weißer Vein und Extrakte im Vergleich

Dieser Artikel ist Teil unseres ausführlichen Kratom-Leitfadens und beleuchtet die gängige Einteilung der Mitragyna speciosa-Blätter nach Venenfarbe sowie die daraus hervorgegangenen Produktkategorien — von traditionellem Pulver bis zu modernen Flüssigextrakten. TL;DR Die Einteilung in roten, grünen und weißen Vein bezieht sich auf die Farbe der Blattmittelrippe und ist traditioneller Herkunft. Gold- und Yellow-Varianten entstehen durch spezielle Trocknungs- oder Fermentationsverfahren, nicht durch eigene Pflanzen. Nutzer berichten: Rot = entspannend, Grün = ausgewogen, Weiß = aktivierend — wissenschaftlich noch nicht abschließend belegt. Extrakte konzentrieren die Alkaloide; schnellerer Onset, nur für erfahrene Anwender geeignet. Regionale Namen wie Maeng Da oder Borneo sind oft Marketing, keine botanische Kategorisierung. Botanischer Name Mitragyna speciosa (Korthals, 1839) Pflanzenfamilie Rubiaceae (Rötegewächse / Kaffeefamilie) Herkunft Südostasien — Thailand, Malaysia, Indonesien (Borneo) Hauptalkaloide Mitragynin (~66 %), 7-Hydroxymitragynin (~2 %) Erhältliche Formen Pulver, Kapseln, Flüssigextrakt Rechtsstatus (DE) Legal — weder im BtMG noch im NpSG gelistet Archivbild Kratom leaf · ThorPorre · 2013-03-19 Kratom-Blatt im Detail — Mitragyna speciosa Wikimedia Commons · CC BY 3.0 Was bedeutet "Venenfarbe"? Die Venenfarbe bezeichnet die Farbe der Mittelrippe (Midrib) und der feinen Blattadern eines frisch gepflückten Kratom-Blattes. Traditionell wird zwischen drei Grundtypen unterschieden: rot, grün und weiß. Diese Einteilung stammt aus den Anbaugebieten Südostasiens — insbesondere Kalimantan (Borneo), Sumatra und den malaysischen Regionen — und wurde von lokalen Bauern über Generationen hinweg genutzt, um Blätter nach wahrgenommenen Wirkungsprofilen zu sortieren. Ob die Venenfarbe tatsächlich genetisch bedingt ist, durch das Reifestadium bei der Ernte entsteht oder eine Kombination beider Faktoren darstellt, ist wissenschaftlich nicht abschließend geklärt. Phytochemische Analysen (u. a. Hassan et al. 2013) zeigen, dass sich die Alkaloidverhältnisse zwischen Chemotypen und Reifestadien unterscheiden können — eine strenge Korrelation zwischen Venenfarbe und einem spezifischen Alkaloidmuster ist jedoch bislang nicht eindeutig belegt. Gold- und Yellow-Varianten sind keine eigenständigen Pflanzen, sondern das Resultat modifizierter Nachernteprozesse: verlängerte Trocknung unter UV-Licht, kontrollierte Fermentation oder das Mischen verschiedener Chargen kann das Alkaloidprofil verändern und eine andere Farbgebung des getrockneten Pulvers erzeugen. Die Sorten im Detail Roter Vein (Red Vein) Rote Blätter stammen meist von reiferen Pflanzen und werden teils zusätzlich fermentiert. Analysen deuten darauf hin, dass Mitragynin der dominierende Alkaloidanteil bleibt, während der Anteil an 7-Hydroxymitragynin in roten Varianten tendenziell höher ausfallen kann. Indolalkaloid · Mitragyna speciosa Mitragynine methyl (E)-2-[(2S,3S,12bS)-3-ethyl-8-methoxy-1,2,3,4,6,7,12,12b-octahydroindolo[2,3-a]quinolizin-2-yl]-3-methoxyprop-2-enoate Summenformel: C23H30N2O4 Molekulargewicht: 398.5 g/mol CAS: 4098-40-2 Zum Substanzprofil: Mitragynine → In Nutzerbefragungen (u. a. Grundmann 2017) berichten Anwender roter Varianten häufiger über entspannende, körperlich schwerere Empfindungen — Gründe, warum rote Sorten traditionell für den späten Nachmittag und Abend bevorzugt werden. amama führt den roten Typus als flüssiges Konzentrat: Produkt Red 'Mamba' Kratom Extract Introducing the Red 'Mamba' Kratom Extract - a pure and powerful extract made from the finest Kratom leaves. Indulge in a smooth and satisfy… Ausverkauft Grüner Vein (Green Vein) Grüne Blätter werden in einem mittleren Reifestadium geerntet und zeigen ein ausgewogenes Alkaloidspektrum. Nutzer beschreiben grüne Sorten als den vielseitigsten Typus: weder stark sedierend noch stark aktivierend, mit einer leichten Stimmungsaufhellung und guter Eignung für den Tagesgebrauch. Grüner Vein gilt als der beliebteste Einstieg für neue Anwender, da das Profil als verträglich und moderat wahrgenommen wird. Produkt Green 'Mamba' Kratom Extract Introducing the Green 'Mamba' Kratom Extract in a convenient 30ml drop bottle - a pure and powerful extract made from the finest Kratom leav… Ab 38,00 € → Zum Produkt Weißer Vein (White Vein) Weißer Vein wird von jüngeren Blättern gewonnen. Das Alkaloidprofil zeigt tendenziell einen höheren Anteil an Speciociliatin und Paynantheine relativ zum Gesamtmitragynin. Nutzer berichten über ein aktivierendes, fokussierendes Profil, das traditionell für Morgen- und frühe Tagesstunden genutzt wird. Produkt White 'Mamba' Kratom Extract 30ml Introducing the 'Mamba' Kratom Extract in a convenient 30ml drop bottle - a pure and powerful extract made from the finest Kratom leaves. In… Ausverkauft Gold/Gelber Vein (Gold/Yellow Vein) Gold- und Yellow-Varianten entstehen durch verlängerte Trocknungsverfahren, spezielle Fermentation oder das gezielte Blenden mehrerer Venenfarben. Das Ergebnis ist ein nuanciertes, milderes Profil, das viele Nutzer als ausgewogen beschreiben. Diese Varianten sind saisonabhängig und nicht durchgängig verfügbar. Extrakte Extrakte sind konzentrierte Alkaloidfraktionen, die durch Wasser- oder Wasser-Ethanol-Extraktion aus Rohpulver gewonnen werden. Sie zeichnen sich durch einen schnelleren Wirkeintritt und deutlich höhere Alkaloidkonzentrationen pro Volumen aus — entsprechend sind sie ausschließlich für erfahrene Anwender gedacht. Eine ausführliche Einordnung findest du in unserem Artikel zu Kratom-Extrakten. Große Vergleichstabelle Sorte Alkaloid-Profil Wirkung (Nutzerberichte) Beste Verwendung amama-Produkt Roter Vein Mitragynin-betont, tendenziell höherer 7-OH-Anteil Entspannend, körperschwer Abend, Entspannung Red Mamba Extract Grüner Vein Ausgewogenes Alkaloid-Profil Balanced, leichte Stimmungsaufhellung Tagsüber Green Mamba Extract 30ml Weißer Vein Höherer Speciociliatin-/Paynantheine-Anteil Aktivierend, fokussierend Morgen / Nachmittag White Mamba Extract 30ml Gold / Gelb Geändertes Profil durch Trocknungsverfahren Mild, ausgewogen, nuanciert Flexibel Kratom-Pulver 150g Extrakt Hochkonzentriert (Flüssigextrakt) Stärker, schnellerer Onset Erfahrene Nutzer Alle Mamba-Extrakte Welche Sorte für mich? Wenn du Kratom zum ersten Mal ausprobierst — starte mit einer grünen Variante. Sie gilt als ausgewogen und ist ein guter Referenzpunkt, um dein eigenes Erleben einzuordnen. Wenn du abends abschalten möchtest — wähle eine rote Sorte. Nutzer beschreiben das Profil als körperlich beruhigend. Wenn du morgens Klarheit und Fokus suchst — die weiße Variante wird traditionell am Tag genutzt. Wenn du bereits Erfahrung hast und ein kompaktes Format bevorzugst — Flüssigextrakte bieten kurze Einnahme und schnelleren Onset. Unsere Auswahl Kratom Explore our selection of kratom products, a natural herb sourced from the Mitragyna speciosa tree, renowned for its ability to enhance wellness and promote a sense of balance and vitality.… Green 'Mamba' Kratom Extract Ab 38,00 € White 'Mamba' Kratom Extract Ab 38,00 € Red 'Mamba' Kratom Extract Ausverkauft → Zur Collection Produkt Red 'Mamba' Kratom Extract Introducing the Red 'Mamba' Kratom Extract - a pure and powerful extract made from the finest Kratom leaves. Indulge in a smooth and satisfy… Ausverkauft Produkt White 'Mamba' Kratom Extract 30ml Introducing the 'Mamba' Kratom Extract in a convenient 30ml drop bottle - a pure and powerful extract made from the finest Kratom leaves. In… Ausverkauft Produkt Kratom Powder 150gram Ausverkauft Regionaler Ursprung und Sorten Archivbild Kratom Growing in Nanga Embaloh Village, West Kalimantan, Borneo · Rino PHd · 2023 Mitragyna speciosa in ihrem natürlichen Habitat im Dorf Nanga Embaloh, West-Kalimantan (Borneo), Indonesien — das historische Kerngebiet des traditionellen Kratom-Anbaus. Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0 Namen wie Maeng Da, Bali, Borneo, Thai oder Sumatra tauchen auf vielen Verpackungen auf — sind aber mit Vorsicht zu lesen: Maeng Da bedeutet auf Thailändisch sinngemäß "Pimp Grade" oder "hochwertig" — es ist ein Marketingbegriff, keine botanische Kategorie. Maeng Da kann rot, grün oder weiß sein. Bali bezieht sich historisch auf den Exporthafen, nicht auf den Anbauort. Viele "Bali"-Kratoms stammen tatsächlich aus Kalimantan (Borneo, Indonesien) — dem weltweit wichtigsten Anbaugebiet. Borneo ist die botanisch konsistenteste Herkunftsangabe, da ein Großteil des weltweit gehandelten Kratoms dort wächst. Thai wird oft verwendet, obwohl der kommerzielle Anbau in Thailand historisch eingeschränkt war — viele "Thai"-Produkte sind Chemotypen, die auf thailändischen Sorten basieren, jedoch in Indonesien kultiviert werden. Für Verbraucher ist daher die Kombination aus Venenfarbe + Herkunftsland + Anbieter-Transparenz aussagekräftiger als ein regionaler Handelsname allein. amama bezieht das Rohmaterial aus Kalimantan. Zurück zum Leitfaden Kratom-Leitfaden (Pillar) Kratom-Wirkung und Pharmakologie Kratom-Extrakte im Detail Kratom-Zubereitung: Tee, Pulver, Extrakt Quellen Hassan, Z., Muzaimi, M., Navaratnam, V., Yusoff, N. H. M., Suhaimi, F. W., Vadivelu, R., ... & Müller, C. P. (2013). From Kratom to mitragynine and its derivatives: physiological and behavioural effects related to use, abuse, and addiction. Neuroscience & Biobehavioral Reviews, 37(2), 138–151. Grundmann, O. (2017). Patterns of Kratom use and health impact in the US — Results from an online survey. Drug and Alcohol Dependence, 176, 63–70. Singh, D., Narayanan, S., & Vicknasingam, B. (2016). Traditional and non-traditional uses of Mitragynine (Kratom): A survey of the literature. Brain Research Bulletin, 126, 41–46. Kruegel, A. C., & Grundmann, O. (2018). The medicinal chemistry and neuropharmacology of kratom: A preliminary discussion of a promising medicinal plant and analysis of its potential for abuse. Neuropharmacology, 134, 108–120. World Health Organization, Expert Committee on Drug Dependence (2021). Pre-Review Report: Kratom (Mitragyna speciosa), mitragynine, and 7-hydroxymitragynine. WHO, Geneva. Stand: 2025. Dieser Artikel dient ausschließlich Informations- und Bildungszwecken und stellt keine medizinische Beratung dar. Kratom (Mitragyna speciosa) ist in Deutschland nicht im Betäubungsmittelgesetz (BtMG) oder Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz (NpSG) gelistet und legal. Es werden keine Heil-, Linderungs- oder Therapieversprechen gemacht. Bei gesundheitlichen Fragen konsultiere bitte eine qualifizierte medizinische Fachperson. Weiterführende Artikel Kratom Leitfaden: Das vollständige Pflanzenprofil Kratom Wirkung: Alkaloide & Wirkungsmechanismus Kratom-Extrakt: Potenz, Typen & Dosierung Kratom Zubereitung: Methoden & Best Practices → Mitragynin Substanzprofil — Chemie & Pharmakologie

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Kratom-Wirkung: Was Nutzer berichten und was die Forschung zeigt

Dieser Artikel ist Teil unseres Kratom-Leitfadens. TL;DR Mitragyna speciosa zeigt je nach Sorte (rote, grüne, weiße Vene) unterschiedliche Wirkprofile, die Nutzer von entspannend bis aktivierend beschreiben. Hauptalkaloid Mitragynin ist ein partieller μ-Opioid-Rezeptor-Agonist mit GPCR-Bias und zusätzlicher adrenerger sowie serotonerger Aktivität. Der Wirkeintritt liegt typischerweise bei 15–30 Minuten, die Wirkdauer bei 3–5 Stunden, abhängig von Zubereitung und individueller Physiologie. Die Dosis-Wirkungs-Beziehung ist nicht linear: niedrige Dosen wirken laut Nutzerberichten tendenziell anregender, höhere Dosen eher sedierend. Kratom ist in Deutschland legal (weder im BtMG noch im NpSG gelistet), erfordert aber verantwortungsvollen Umgang — insbesondere keine Kombination mit Opioiden, Alkohol oder ZNS-dämpfenden Medikamenten. Botanischer Name Mitragyna speciosa (Korthals, 1839) Pflanzenfamilie Rubiaceae (Rötegewächse / Kaffeefamilie) Herkunft Südostasien — Thailand, Malaysia, Indonesien (Borneo) Hauptalkaloide Mitragynin (~66 %), 7-Hydroxymitragynin (~2 %) Erhältliche Formen Pulver, Kapseln, Flüssigextrakt Rechtsstatus (DE) Legal — weder im BtMG noch im NpSG gelistet Archivbild Kratom leaf · ThorPorre · 2013-03-19 Kratom-Blatt im Detail — Mitragyna speciosa Wikimedia Commons · CC BY 3.0 Die drei Haupt-Wirkprofile Kratom wird traditionell nach der Farbe der Blattvene klassifiziert — rot, grün oder weiß. Diese Einteilung spiegelt Unterschiede im Alkaloidprofil wider, die durch Reifezeitpunkt des Blattes und Trocknungsverfahren entstehen. Die erlebte Wirkung variiert dementsprechend deutlich. Eine ausführliche Übersicht findest du im Spoke-Artikel Kratom-Sorten. Rote Vene: das entspannende Profil Nutzer beschreiben rote Kratom-Sorten häufig als körperlich entspannend, beruhigend und abendtauglich. Viele berichten von einer als wohltuend empfundenen körperlichen Schwere ("body-heavy") sowie einer Reduktion von Anspannung. In Umfragen wird rote Vene besonders häufig für den späten Nachmittag oder Abend genannt — als Begleiter für Phasen des Herunterfahrens. Der Wirkeintritt wird mit rund 20–30 Minuten beschrieben, die subjektive Wirkdauer mit 4–6 Stunden. Das vergleichsweise hohe Verhältnis von 7-Hydroxymitragynin zu Mitragynin in gereiften roten Blättern könnte das entspannende Profil erklären, wenngleich die Studienlage hier noch begrenzt ist. Indolalkaloid · Mitragyna speciosa Mitragynine methyl (E)-2-[(2S,3S,12bS)-3-ethyl-8-methoxy-1,2,3,4,6,7,12,12b-octahydroindolo[2,3-a]quinolizin-2-yl]-3-methoxyprop-2-enoate Summenformel: C23H30N2O4 Molekulargewicht: 398.5 g/mol CAS: 4098-40-2 Zum Substanzprofil: Mitragynine → Grüne Vene: das ausgewogene Profil Grüne Sorten gelten in Nutzerberichten als ausgewogenes Mittelprofil zwischen Entspannung und leichter Aktivierung. Typische Beschreibungen umfassen eine dezente Stimmungsaufhellung, soziale Gelöstheit und eine milde, nicht überbordende Wachheit. Grüne Vene wird daher häufig tagsüber eingesetzt, wenn weder ausgeprägte Sedierung noch starke Stimulation gewünscht sind. Der Wirkeintritt ähnelt dem der roten Vene; die Wirkdauer wird oft als 3–5 Stunden beschrieben. Weiße Vene: das aktivierende Profil Weiße Sorten werden am häufigsten als anregend, fokusunterstützend und morgen- bis mittagstauglich beschrieben. Nutzer in Umfragen wie Grundmann (2017) berichten von gesteigerter Wachheit und Konzentration — ein Profil, das häufig mit dem traditionellen Gebrauch als Arbeitsbegleiter in Südostasien in Verbindung gebracht wird. Weiße Blätter werden früher geerntet, was zu einem anderen Alkaloidverhältnis führt; präklinische Arbeiten legen nahe, dass niedrigere Mitragynin-Dosen stärker adrenerg modulierend wirken könnten. Extrakte: Intensiveres Profil Kratom-Extrakte konzentrieren die aktiven Alkaloide — insbesondere Mitragynin — auf ein Vielfaches der im Rohpulver enthaltenen Menge. Nutzer berichten entsprechend von einem schnelleren Wirkeintritt (häufig 10–20 Minuten) und einem intensiveren subjektiven Wirkprofil. Aufgrund dieser höheren Konzentration sind Extrakte nicht für Einsteiger geeignet. Die Grundregel "start low" gilt hier noch strenger: Die nicht-lineare Dosis-Wirkungs-Kurve bedeutet, dass kleine Mengenunterschiede deutliche Wirkungsunterschiede erzeugen können. Mehr dazu im Spoke Kratom-Extrakte. Dosis und Wirkung: Die Grundregel Die Dosis-Wirkungs-Beziehung von Kratom ist biphasisch und nicht linear — ein zentrales pharmakologisches Merkmal, das in der Forschung mehrfach beschrieben wurde (Hassan et al. 2013; Singh et al. 2014). Dosisbereich Berichtetes Wirkprofil Niedrig Eher anregend, wach, sozial, leicht fokussierend Moderat Ausgewogen — Mischung aus Wachheit und Entspannung Hoch Deutlich entspannend, körperlich schwer, sedierend Entscheidend ist nicht nur die Menge, sondern auch Set und Setting: individuelle Physiologie, Magenfüllung, Tagesform, emotionale Lage und Umgebung beeinflussen die Wirkung erheblich. Konkrete Grammzahlen sind an dieser Stelle bewusst nicht angegeben, da individuelle Empfindlichkeit stark variiert. Wie schnell wirkt Kratom? Der Wirkeintritt hängt wesentlich von der Zubereitungsform ab: Pulver-Tee (aufgebrüht): ca. 20–30 Minuten Toss & Wash (Pulver mit Wasser): ca. 15–25 Minuten Flüssigextrakt: ca. 10–20 Minuten Die subjektive Wirkdauer wird typischerweise mit 3–5 Stunden angegeben, wobei rote Sorten und Extrakte tendenziell länger nachwirken. Beeinflussende Faktoren sind unter anderem: Magenfüllung (leerer Magen → schnellerer Eintritt) Individuelle CYP3A4- und CYP2D6-Aktivität (Mitragynin-Metabolismus) Hydration und Elektrolythaushalt Toleranzentwicklung bei regelmäßigem Gebrauch Details zu Zubereitungsmethoden findest du im Spoke Kratom-Zubereitung. Was die Forschung sagt Die bislang größte Nutzerbefragung stammt von Grundmann (2017), publiziert in Drug and Alcohol Dependence. In dieser Studie wurden 8.049 Kratom-Nutzer zu ihren Gebrauchsmustern und subjektiven Effekten befragt. Zentrale Ergebnisse: Die Mehrheit der Befragten berichtete von einer positiv erlebten Stimmungsmodulation. Nutzer beschrieben Kratom häufig im Kontext von Alltagsbewältigung, Entspannung und Energie. Die Selbstberichte korrespondierten mit den drei klassischen Vene-Profilen (rot / grün / weiß). Ergänzende Arbeiten von Singh et al. (2014) zu traditionellen malaysischen Nutzern und Vicknasingam et al. (2010) lieferten weitere Daten zu Langzeitgebrauch und Toleranz. Einen umfassenden Überblick bietet unser Spoke Kratom & Forschung sowie der Fachartikel zu Mitragynin. Sicherheitshinweise Auch wenn Kratom in Deutschland legal ist und die WHO (2021) in ihrer Pre-Review empfahl, Kratom nicht international zu schedulen, ist ein verantwortungsvoller Umgang essenziell. Nicht empfohlen in Kombination mit: Opioid-Medikamenten (additive μ-Opioid-Rezeptor-Aktivität) Alkohol und anderen ZNS-Dämpfern (Benzodiazepine, Gabapentinoide) Serotonergen Substanzen (MAO-Hemmer, hochdosierte SSRIs) CYP3A4-Inhibitoren oder -Induktoren Nicht anwenden bei: Schwangerschaft und Stillzeit Leber- oder Nierenerkrankungen Vorbestehenden kardiovaskulären Erkrankungen ohne ärztliche Rücksprache Allgemeine Prinzipien: Start low, go slow — insbesondere bei Extrakten. Regelmäßige Pausen einlegen, um Toleranzentwicklung zu minimieren. Auf Hydration und ausreichende Nahrungsaufnahme achten. Bei Unwohlsein Gebrauch einstellen. Rechtliche Details im Spoke Kratom & Recht in Deutschland. Produkt Green 'Mamba' Kratom Extract Introducing the Green 'Mamba' Kratom Extract in a convenient 30ml drop bottle - a pure and powerful extract made from the finest Kratom leav… Ab 38,00 € → Zum Produkt Kollektion Kratom Explore our selection of kratom products, a natural herb sourced from the Mitragyna speciosa tree, renowned for its ability to enhance wellness and promote a sense of balance and v… → Zur Collection Zurück zum Leitfaden Kratom-Leitfaden (Pillar) Kratom-Sorten: rot, grün, weiß Kratom & Forschung Kratom-Zubereitung Quellen Grundmann, O. (2017). Patterns of Kratom use and health impact in the US — Results from an online survey. Drug and Alcohol Dependence, 176, 63–70. DOI: 10.1016/j.drugalcdep.2017.03.007 Singh, D., Müller, C. P., & Vicknasingam, B. K. (2014). Kratom (Mitragyna speciosa) dependence, withdrawal symptoms and craving in regular users. Drug and Alcohol Dependence, 139, 132–137. DOI: 10.1016/j.drugalcdep.2014.03.017 Vicknasingam, B., Narayanan, S., Beng, G. T., & Mansor, S. M. (2010). The informal use of ketum (Mitragyna speciosa) for opioid withdrawal in the northern states of peninsular Malaysia. International Journal of Drug Policy, 21(4), 283–288. DOI: 10.1016/j.drugpo.2009.12.003 Hassan, Z., Muzaimi, M., Navaratnam, V., et al. (2013). From Kratom to mitragynine and its derivatives: Physiological and behavioural effects related to use, abuse, and addiction. Neuroscience & Biobehavioral Reviews, 37(2), 138–151. DOI: 10.1016/j.neubiorev.2012.11.012 Kruegel, A. C., & Grundmann, O. (2018). The medicinal chemistry and neuropharmacology of kratom. Neuropharmacology, 134, 108–120. DOI: 10.1016/j.neuropharm.2017.08.026 World Health Organization (2021). Pre-Review Report: Kratom (Mitragyna speciosa), mitragynine, and 7-hydroxymitragynine. Expert Committee on Drug Dependence, 44th Meeting, Geneva. Stand: Zuletzt aktualisiert 2025. Dieser Artikel dient ausschließlich der botanischen und ethnopharmakologischen Information. Er stellt keine medizinische Beratung dar und ersetzt keine ärztliche Rücksprache. Kratom ist in Deutschland legal (nicht im BtMG oder NpSG gelistet), wird jedoch nicht zum menschlichen Konsum verkauft. Weiterführende Artikel Kratom Leitfaden: Das vollständige Pflanzenprofil Kratom-Sorten: Rot, Grün & Weiß erklärt Kratom Zubereitung: Methoden & Best Practices Kratom-Forschung: Was die Wissenschaft sagt → Mitragynin Substanzprofil — Chemie & Pharmakologie

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TL;DR Kratom (Mitragyna speciosa) ist ein tropischer Baum aus der Kaffeefamilie (Rubiaceae), dessen Blätter in Südostasien seit Jahrhunderten traditionell verwendet werden. In Deutschland ist Kratom legal — weder im BtMG (Anlagen I–III) noch im NpSG gelistet. Die Hauptsorten unterscheiden sich nach Blattvenenfarbe: Rot, Grün, Weiß, Gold — jede mit eigenem Alkaloidprofil. Flüssigextrakte konzentrieren die Alkaloide (v. a. Mitragynin) und unterscheiden sich in Format und Bioverfügbarkeit vom Blattpulver. amama bezieht seine Ware direkt aus Kalimantan (indonesisches Borneo) und lässt jede Charge im Labor prüfen (Pestizide, Schwermetalle, Mikrobiologie). Nicht mit anderen zentral wirkenden Substanzen, insbesondere Opioiden oder Sedativa, kombinieren — bei gesundheitlichen Bedenken ärztlichen Rat einholen. Botanischer Name Mitragyna speciosa (Korthals, 1839) Pflanzenfamilie Rubiaceae (Rötegewächse / Kaffeefamilie) Herkunft Südostasien — Thailand, Malaysia, Indonesien (Borneo) Hauptalkaloide Mitragynin (~66 %), 7-Hydroxymitragynin (~2 %) Erhältliche Formen Pulver, Kapseln, Flüssigextrakt Rechtsstatus (DE) Legal — weder im BtMG noch im NpSG gelistet Die erste wissenschaftliche Beschreibung von Mitragyna speciosa verdanken wir dem niederländischen Botaniker Pieter Willem Korthals, der die Art 1839 während einer Expedition in den Malaiischen Archipel dokumentierte. Seine detaillierte Tafel zeigt bis heute die typische Blatt- und Blütenmorphologie der Pflanze. Archivbild Mitragyna speciosa — Botanical Illustration (Korthals, 1839) · Pieter Willem Korthals · 1839 Originale botanische Tafel aus Korthals' Erstbeschreibung von Mitragyna speciosa (1839) — die erste wissenschaftliche Klassifikation des Kratom-Baumes. Dutch Colonial Botanical Survey, Netherlands East Indies · Public Domain Was ist Kratom? Kratom ist der gebräuchliche Name für Mitragyna speciosa (Korthals, 1839) — einen immergrünen Baum aus der Familie der Rubiaceae (Rötegewächse), der damit botanisch eng mit dem Kaffeestrauch verwandt ist. Der Baum erreicht in freier Natur eine Höhe von 4 bis 16 Metern, besitzt große, eiförmig-elliptische Blätter mit auffälliger Venenzeichnung und trägt kugelförmige gelbe Blütenstände. Kratom bei amama kaufen: Zur Kratom Kollektion → — Red, Green & White Vein, laborgeprüft mit Zertifikat. Die Pflanze ist in Südostasien heimisch, insbesondere in Thailand, Malaysia, Indonesien (Sumatra, Borneo), Myanmar und Papua-Neuguinea. Traditionell tragen die Blätter regionale Namen: biak-biak (Malaysia) ketum (Malaysia, Südthailand) kakuam (Zentralthailand) Archivbild Kratom leaf · ThorPorre · 2013-03-19 Kratom-Blatt im Detail — Mitragyna speciosa Wikimedia Commons · CC BY 3.0 Die traditionelle Anwendung ist ethnobotanisch gut dokumentiert. Malaysische und thailändische Feldarbeiter kauten über Generationen frische Kratomblätter während der Arbeit oder brühten sie zu einem leicht bitteren Tee auf — häufig in ländlichen Regionen mit körperlich fordernder Landwirtschaft. Singh et al. (2014) beschrieben in einer Feldstudie unter malaysischen Langzeitnutzern, dass die Blätter im kulturellen Kontext als Ausdauerhilfe und im sozialen Gebrauch eingebettet waren. Wichtig ist die Unterscheidung: Die traditionelle Nutzung frischer Blätter unterscheidet sich erheblich vom modernen Konsum getrockneten Pulvers oder hochkonzentrierter Extrakte. Frische Blätter enthalten niedrigere Alkaloidkonzentrationen, und der kulturelle Rahmen begrenzte Art und Häufigkeit der Anwendung. Herkunft und Anbau Archivbild Kratom Growing in Nanga Embaloh Village, West Kalimantan, Borneo · Rino PHd · 2023 Mitragyna speciosa in ihrem natürlichen Habitat im Dorf Nanga Embaloh, West-Kalimantan (Borneo), Indonesien — das historische Kerngebiet des traditionellen Kratom-Anbaus. Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0 Kalimantan — der indonesische Teil der Insel Borneo — gilt heute als das weltweit zentrale Anbaugebiet für hochwertiges Kratom. Die Kombination aus tropischem Regenklima, vulkanischem Boden und hoher Luftfeuchtigkeit begünstigt eine ausgeprägte Alkaloidproduktion in den Blättern, wobei insbesondere Mitragynin-Konzentrationen in Borneo-Proben regelmäßig höher ausfallen als in Vergleichsproben anderer Regionen. Indolalkaloid · Mitragyna speciosa Mitragynine methyl (E)-2-[(2S,3S,12bS)-3-ethyl-8-methoxy-1,2,3,4,6,7,12,12b-octahydroindolo[2,3-a]quinolizin-2-yl]-3-methoxyprop-2-enoate Summenformel: C23H30N2O4 Molekulargewicht: 398.5 g/mol CAS: 4098-40-2 Zum Substanzprofil: Mitragynine → Thailand Kratom wurde in Thailand 1943 verboten (Kratom Act), damals primär aus wirtschaftspolitischen Gründen: Die traditionelle Nutzung konkurrierte mit staatlich besteuerten Opium-Einnahmen. Erst im August 2021 wurde Kratom in Thailand wieder entkriminalisiert — ein kulturell bedeutsamer Schritt zur Rehabilitation einer Pflanze mit jahrhundertelanger lokaler Geschichte. Malaysia In Malaysia ist ketum weiterhin reguliert, die traditionelle Anwendung in ländlichen Gemeinschaften jedoch nach wie vor lebendig und wissenschaftlich dokumentiert (Vicknasingam et al. 2010; Singh et al. 2014). amamas Bezugsquellen amama bezieht sein Kratom über etablierte Partnerfarmen in Kalimantan, in denen die Blätter nach Reife geerntet, schattengetrocknet und nach Venenfarbe sortiert werden. Jede Charge durchläuft vor der Einfuhr Laboranalysen. Die Wirkstoffe im Überblick Kratom enthält über 40 identifizierte Alkaloide, doch nur wenige tragen maßgeblich zum pharmakologischen Profil bei: Alkaloid Anteil an Alkaloidfraktion Charakteristik Mitragynin ~66 % Dominantes Alkaloid, partieller μ-Opioidrezeptor-Agonist mit G-Protein-Bias 7-Hydroxymitragynin ~2 % Geringer Anteil, deutlich höhere Rezeptoraffinität Speciociliatin ~1 % Stereoisomer von Mitragynin Speciogynin ~7 % Struktureller Verwandter, geringere Aktivität Paynanthein ~9 % Sekundäres Alkaloid mit moderater Aktivität Der pharmakologisch entscheidende Mechanismus ist die partielle Agonistische Aktivität am μ-Opioidrezeptor. Anders als klassische vollständige Opioid-Agonisten zeigt Mitragynin eine G-Protein-Signalweg-Präferenz (GPCR Bias) und rekrutiert β-Arrestin-2 in präklinischen Studien deutlich schwächer — ein Signalweg, der mit Nebenwirkungen klassischer Opioide assoziiert wird (Kruegel et al., Váradi et al., präklinische Arbeiten). Zusätzlich wurden adrenerge (α2) und serotonerge (5-HT) Aktivitäten beschrieben. Wer die molekularen Grundlagen vertiefen möchte, findet eine ausführliche Darstellung unter Kratom & Forschung sowie im Monografie-Artikel zu Mitragynin. Kratom-Sorten im Überblick Die Einteilung in „Rot", „Grün" und „Weiß" bezieht sich auf die Farbe der Blattmittelvene bei der Ernte und korreliert grob mit Reife- und Trocknungsunterschieden — und damit mit dem Alkaloidverhältnis. Sorte Profil Typische Anwendung (berichtet) Red Vein Reife Blätter, ausgewogenes bis körperbetontes Profil Abendliche Anwendung, Entspannung Green Vein Mittlere Reife, ausgeglichenes Profil Tagesbegleitung, soziale Anlässe White Vein Junge Blätter, anregendes Profil Fokus, morgendliche Anwendung Gold / Yellow Spezielle Trocknung, gemischtes Profil Zwischenkategorie, ausgewogen Extrakt Konzentrierte Alkaloidfraktion (flüssig/Paste) Sublinguale Anwendung, reduziertes Volumen Ein detaillierter Sortenvergleich inklusive sensorischer und alkaloidanalytischer Unterschiede findet sich unter Kratom-Sorten-Vergleich. Wirkung: Was Nutzer berichten Nutzer:innen berichten in Umfragen und ethnobotanischen Erhebungen (Grundmann 2017, n=8.049) über sortenabhängig unterschiedliche Effekte. Diese Berichte sind subjektiv und ersetzen keine klinischen Daten: Red Vein: eher beruhigend, körperlich entspannend (nach Anwenderbeobachtung) Green Vein: ausgeglichen, sozial-förderlich White Vein: eher anregend, wachheitsfördernd Wirkdauer, Einflussfaktoren (Magenfüllung, individuelle Metabolisierung über CYP2D6/CYP3A4) und eine nüchterne Darstellung der vorliegenden Evidenz finden sich unter Kratom-Wirkung im Detail. Zubereitung Traditionelle und moderne Zubereitungsformen umfassen: Pulver: Toss & Wash (Pulver in den Mund, mit Wasser hinunterspülen), als Tee aufgebrüht, in Joghurt oder Smoothies eingerührt. Flüssigextrakt: sublinguale Anwendung (unter der Zunge), höhere Alkaloiddichte, präzisere Portionierung. Kapseln: geschmacksneutrale Alternative zum Pulver. Ausführliche Zubereitungshinweise — inklusive der traditionellen Teezubereitung aus Südostasien — finden sich unter Kratom-Zubereitung. Rechtslage in Deutschland Kratom ist in Deutschland legal. Weder Mitragyna speciosa, noch Mitragynin oder 7-Hydroxymitragynin sind gelistet in: Betäubungsmittelgesetz (BtMG) — Anlagen I, II und III Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz (NpSG) — Anlage Damit ist Besitz, Kauf und Verkauf für Erwachsene in Deutschland rechtlich zulässig. Innerhalb der EU variiert die Rechtslage erheblich: Während Deutschland, die Niederlande, Spanien und Österreich Kratom aktuell nicht kontrollieren, haben Länder wie Dänemark, Finnland, Lettland, Litauen, Polen, Rumänien und Schweden den Stoff reguliert. International von Bedeutung: Der WHO Expert Committee on Drug Dependence (ECDD) führte 2021 ein Pre-Review zu Kratom durch und entschied, keine internationale Einstufung zu empfehlen — ein bedeutsames Signal zur evidenzbasierten Bewertung. Vollständige Details, Quellenverweise und Importhinweise finden sich unter Kratom & Rechtslage in Deutschland. amama & Kratom: Unsere Standards amama betreibt seit 2021 einen Onlineshop und zwei physische Standorte in Berlin-Neukölln. Unsere Kratom-Auswahl — insbesondere die hauseigene Mamba-Extrakt-Linie — unterscheidet sich in mehreren Punkten: Flüssigextrakt-Format: hochkonzentriertes Alkaloidprofil, sublingual anwendbar, reproduzierbare Portionen. Direktbezug aus Indonesien: etablierte Partnerfarmen in Kalimantan, keine Zwischenhändler. Laboranalyse jeder Charge: Pestizidrückstände, Schwermetalle (Blei, Cadmium, Quecksilber, Arsen), mikrobiologische Belastung (Schimmel, Salmonella, coliforme Keime). COAs auf Anfrage: Analysenzertifikate werden auf Kundenwunsch bereitgestellt. Persönliche Beratung: Im Neuköllner Ladengeschäft sprechen wir mit Kund:innen — ein Format, das Onlinehandel nicht ersetzt. Unsere Auswahl Kratom Explore our selection of kratom products, a natural herb sourced from the Mitragyna speciosa tree, renowned for its ability to enhance wellness and promote a sense of balance and vitality.… Green 'Mamba' Kratom Extract Ab 38,00 € White 'Mamba' Kratom Extract Ab 38,00 € Red 'Mamba' Kratom Extract Ausverkauft → Zur Collection Produkt Green 'Mamba' Kratom Extract Introducing the Green 'Mamba' Kratom Extract in a convenient 30ml drop bottle - a pure and powerful extract made from the finest Kratom leav… Ab 38,00 € → Zum Produkt Häufig gestellte Fragen Ist Kratom in Deutschland legal? Ja. Mitragyna speciosa sowie ihre Hauptalkaloide Mitragynin und 7-Hydroxymitragynin sind weder im BtMG (Anlagen I–III) noch im NpSG gelistet. Kauf, Besitz und Verkauf an Erwachsene sind rechtlich zulässig. Was ist der Unterschied zwischen Red, Green und White Vein? Die Farbbezeichnung bezieht sich auf die Blattmittelvene bei Ernte. Rot = reife Blätter, Grün = mittlere Reife, Weiß = junge Blätter. Die Alkaloidverhältnisse unterscheiden sich, was zu den unterschiedlich berichteten Wirkprofilen führt. Was macht Extrakte anders als Pulver? Extrakte konzentrieren die Alkaloidfraktion durch Lösungsmittelauszug. Flüssigextrakte sind höher dosiert pro Volumen, lassen sich präziser portionieren und sublingual anwenden. Details unter Kratom-Extrakt erklärt. Kann Kratom mit Medikamenten interagieren? Ja. Mitragynin wird über CYP2D6 und CYP3A4 metabolisiert und kann theoretisch mit zahlreichen Arzneimitteln interagieren. Insbesondere die Kombination mit anderen zentral wirkenden Substanzen (Opioiden, Benzodiazepinen, Alkohol, sedierenden Antihistaminika) ist zu vermeiden. Bei regelmäßiger Medikamenteneinnahme ärztlichen Rat einholen. Wie lange hält die Wirkung an? Anwenderberichte nennen typischerweise 2–5 Stunden für Blattpulver, je nach Sorte, Portion, Magenfüllung und individueller Metabolisierung. Klinische Pharmakokinetikdaten am Menschen sind begrenzt. Was ist Mitragynin? Mitragynin ist das dominante Alkaloid in Mitragyna speciosa (~66 % der Alkaloidfraktion). Es wirkt als partieller μ-Opioidrezeptor-Agonist mit G-Protein-Bias und zeigt zusätzlich adrenerge und serotonerge Aktivität. Siehe Mitragynin-Monografie. Kann ich Kratom per Post nach Deutschland bestellen? Ja, aus Ländern ohne Exportrestriktion bzw. innerhalb der EU aus Händlerquellen ist der Postversand möglich. Importe aus Drittländern unterliegen Zoll- und Verbraucherschutzvorgaben. Versendet amama aus Berlin? Ja. Alle Bestellungen werden aus unserem Lager in Berlin-Neukölln versendet. Express-Zustellung innerhalb Berlins ist möglich. Ist Kratom abhängigkeitserzeugend? Langzeitanwender:innen berichten in Umfragen (Grundmann 2017, Singh et al. 2014) über Toleranzentwicklung und Entzugssymptome bei abruptem Absetzen nach regelmäßigem Konsum. Das Abhängigkeitspotenzial gilt als deutlich geringer als bei klassischen Opioiden, ist aber vorhanden. Verantwortungsvoller Umgang, Pausen und moderate Anwendung sind ratsam. Was ist der Unterschied zwischen ganzem Blatt und Extrakt? Ganzblatt-Pulver enthält das natürliche Alkaloidspektrum in ursprünglichem Verhältnis. Extrakte konzentrieren dieses Spektrum — mit entsprechend höherer Wirkdichte pro Volumen. Beide Formate haben ihre Berechtigung; Extrakte erfordern mehr Erfahrung im Umgang. Weiterführende Artikel Kratom-Wirkung: Was Studien und Anwenderberichte zeigen Kratom-Sorten: Red, Green, White, Gold im Vergleich Kratom-Extrakt: Herstellung, Formate, Unterschiede Kratom & Rechtslage in Deutschland Kratom-Zubereitung: Tee, Toss & Wash, Extrakt Kratom & Forschung: Pharmakologie und klinische Evidenz Kratom vs. Kanna: Zwei ethnobotanische Traditionen im Vergleich Quellen Grundmann, O. (2017). Patterns of Kratom use and health impact in the US — Results from an online survey. Drug and Alcohol Dependence, 176, 63–70. DOI: 10.1016/j.drugalcdep.2017.01.011 Singh, D., Müller, C. P., Vicknasingam, B. K. (2014). Kratom (Mitragyna speciosa) dependence, withdrawal symptoms and craving in regular users. Drug and Alcohol Dependence, 139, 132–137. WHO Expert Committee on Drug Dependence (ECDD) (2021). Pre-Review Report: Kratom (Mitragyna speciosa), Mitragynine, and 7-Hydroxymitragynine. 44th Meeting, Geneva. Vicknasingam, B., Narayanan, S., Beng, G. T., Mansor, S. M. (2010). The informal use of ketum (Mitragyna speciosa) for opioid withdrawal in the northern states of peninsular Malaysia. International Journal of Drug Policy, 21(4), 283–288. Hassan, Z., Muzaimi, M., Navaratnam, V., et al. (2013). From Kratom to mitragynine and its derivatives: Physiological and behavioural effects related to use, abuse, and addiction. Neuroscience & Biobehavioral Reviews, 37(2), 138–151. Korthals, P. W. (1839). Observationes de Naucleis Indicis. Erste botanische Beschreibung von Mitragyna speciosa. PubChem CID 9908089 — Mitragynine. National Center for Biotechnology Information. pubchem.ncbi.nlm.nih.gov Kruegel, A. C., Gassaway, M. M., Kapoor, A., et al. (2016). Synthetic and receptor signaling explorations of the mitragyna alkaloids. Journal of the American Chemical Society, 138(21), 6754–6764. Zuletzt aktualisiert: April 2026 · Inhaltlich geprüft von: Bernard — Co-Gründer (Psychonaut) · Dieser Leitfaden dient ausschließlich Informationszwecken und ersetzt keine medizinische Beratung. Kratom ist kein Arzneimittel. Weiterführende Artikel Kratom Wirkung: Alkaloide & Wirkungsmechanismus Kratom-Sorten: Rot, Grün & Weiß erklärt Kratom-Extrakt: Potenz, Typen & Dosierung Kratom Rechtslage in Deutschland & Europa 2026 Kratom Zubereitung: Methoden & Best Practices Kratom-Forschung: Was die Wissenschaft sagt Kratom vs. Kanna: Ein Vergleich → Mitragynin Substanzprofil — Chemie & Pharmakologie

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